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Eklat bei Premier-League-Partie

Flugzeug fliegt mit rassistischer Parole über Stadion in Manchester

Aktualisiert am 22.06.2020
 - 23:13
Wer hat das Flugzeug organisiert? Kurz vor dem Spiel des englischen Fußball-Meisters Manchester City gegen den FC Burnley flog am Montagabend ein Flugzeug mit einem Banner mit der Aufschrift „White Lives Matter - Burnley“ (Weiße Leben zählen - Burnley) über das Etihad-Stadion.zur Bildergalerie
Kurz vor Anpfiff der Partie des englischen Fußball-Meisters Manchester City gegen den FC Burnley kommt es zu der unschönen Szene. Woher das Flugzeug kommt, ist zunächst unklar.

Manchester City hat beim Comeback von Nationalspieler Leroy Sané auch das zweite Spiel in der englischen Premier League nach dem Restart gewonnen und die Meisterfeier des FC Liverpool abermals aufgeschoben. Überschattet wurde die Partie des englischen Fußball-Meisters gegen den FC Burnley von einer unschönen Szene. Ein Flugzeug flog am Montagabend kurz vor Anpfiff mit einem Banner mit der Aufschrift „White Lives Matter – Burnley“ (Weiße Leben zählen – Burnley) über das Etihad-Stadion. „Verdammte Scheiße, was für eine Peinlichkeit. Absolute Schande“, twitterte der englische Journalist Sam Lee unter ein Foto des Banners.

Die Spieler beider Vereine hatten zuvor vor dem Anpfiff am Mittelkreis niedergekniet, um somit ihre Unterstützung im Kampf gegen Rassismus zu demonstrieren. Seit dem gewaltsamen Tod des schwarzen Amerikaners George Floyd nach Polizeigewalt protestieren weltweit hunderttausende Menschen gegen Rassismus – unter dem Motto „Black Lives Matter“ (Schwarze Leben zählen). Wer das Flugzeug und das Banner organisiert hat, war zunächst nicht bekannt.

Burnley verurteilte noch während des Spiels die Aktion ausdrücklich. „Wir möchten klarstellen, dass diese Leute bei uns nicht willkommen sind. Dies ist in keiner Weise das, wofür der Burnley Football Club steht, und wir werden eng mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Verantwortlichen zu identifizieren und lebenslange Verbote zu erlassen“, teilte der Verein in einer Erklärung mit.

Burnley stehe voll hinter der „Black Lives Matter“-Initiative der Premier League: „Wir entschuldigen uns vorbehaltlos bei der Premier League, bei Manchester City und bei allen, die zur Förderung von Black Lives Matter beitragen.“

Die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola bezwang den stark ersatzgeschwächten FC Burnley mit 5:0 (3:0). Dadurch können die Reds den ersten Titel seit 30 Jahren nun frühestens im direkten Duell der beiden Top-Klubs bei den Citizens am 2. Juli klar machen.

Der von Bayern München umworbene Sane gab bei den Skyblues nach 323 Tagen in der 79. Minute sein Comeback nach seinem Kreuzbandriss, Ilkay Gündogan hingegen saß 90 Minuten auf der Bank. Phil Foden (22.) brachte die Gastgeber in Führung. Vor der Pause sorgte Riyad Mahrez (43., 45.+3/Foulelfmeter) mit einem Doppelschlag für die frühe Vorentscheidung. David Silva (51.) und abermals Foden (63.) legten nach.

AC Florenz spielt unentschieden

Der AC Florenz verpasste derweil bei der lang ersehnten Rückkehr des ehemaligen Bundesliga-Stars Frank Ribery in der Serie A einen Sieg. Beim ersten Spiel nach der Corona-Zwangspause kam die Fiorentina gegen den Tabellenletzten Brescia Calcio nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Der AC Mailand siegte mit dem ehemaligen Bundesligaprofi Hakan Calhanoglu, der zwei Treffer vorbereitete, mit 4:1 (1:0) beim abstiegsgefährdeten US Lecce.

Brescia ging durch einen Foulelfmeter von Alfredo Donnarumma in Führung (17.). Den Ausgleich erzielte Florenz-Kapitän German Pezzella (29.) per Kopfball nach einem Eckball. Nach dem Seitenwechsel traf auch Ribery (51.) – doch trotz heftiger Diskussionen nahm Schiedsrichter Federico La Penna das Tor wegen einer Abseitsstellung zurück.

In der Schlussphase mussten die Gastgeber ohne Martin Caceres (70.) und Trainer Giuseppe Iachini (73.) auskommen. Caceres sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte, Iachini flog mit Rot vom Platz.

Ribery hatte sich nach einer starken ersten Halbserie im Dezember einer Knöcheloperation unterziehen müssen und daraufhin alle Partien in 2020 verpasst. In Lecce trafen Samuel Castillejo (26.), Giacomo Bonaventura (55.), der ehemalige Frankfurter Ante Rebic (57.) und Rafael Leao (72.) für die Rossoneri.

Quelle: dpa/sid
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