Aufregung beim FC Arsenal

Empörte Fans schimpfen über Özils Gehalt

Aktualisiert am 05.08.2020
 - 18:51
Mesut Özil spielt derzeit nicht beim FC Arsenal, steht aber trotzdem in der Kritik.
Wegen der Corona-Krise möchte der FC Arsenal sparen und gleich 55 Stellen im Klub streichen. In neue Spieler will der Klub dennoch weiter investieren. Die Kritik ist immens – und trifft auch Großverdiener Mesut Özil.

Der Premier-League-Verein FC Arsenal will 55 Stellen im Klub streichen. Das kündigte Arsenal am Mittwoch auf seiner Website an und begründete den geplanten Schritt mit finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise. In neue Spieler will der Rekord-Pokalsieger aber trotzdem weiter investieren. Das rief in sozialen Medien teils harsche Kritik hervor, die sich auch gegen den früheren deutschen Nationalspieler und Arsenal-Profi Mesut Özil richtete.

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Die wichtigsten Einnahmequellen hätten sich „erheblich verringert“, hieß es in der Mitteilung vom Mittwoch. Das läge vor allem an Einbußen bei TV-Geldern und fehlende Zuschauereinnahmen an den Spieltagen. Der Klub verwies auf die „erhebliche finanzielle Unterstützung“ der amerikanischen Eigentümer Kroenke Sports & Entertainment. Zudem hätten Spieler und Personal durch freiwilligen Gehaltsverzicht geholfen, die finanziellen Auswirkungen der Pandemie einzudämmen und damit ermöglich, dass weiter in die Mannschaft investiert wird. Das sei auch weiterhin „eine wesentliche Priorität“, hieß es.

In sozialen Medien sorgte die geplante Maßnahme teils für Empörung. „Wenn die Spieler einen Teil ihres Gehalts an die Mitarbeiter spenden würden, könnten sie das doch sicher abdecken?“, schrieb ein Nutzer auf Arsenals Twitter-Account. „Peinlich“, kommentierte ein anderer. Auch Arsenals Topverdiener Mesut Özil, der zuletzt nicht mal mehr im Kader stand, geriet am Mittwoch abermals in die Kritik. „Werdet Özil los“, schrieb ein Fan, „Problem gelöst“. Der ehemalige Weltmeister soll laut britischen Medien rund 350.000 Pfund (ca. 387.000 Euro) pro Woche verdienen. Özils Vertrag in London läuft noch bis in den Sommer 2021.

Der deutsche Jurist Erkut Sögüt, der als Berater von Özil agiert, arbeitet derweil gemeinsam mit Kollegen am Aufbau eines weltweiten Spielerberater-Verbands. Ziel des Verbands PROFAA (Professional Football Agents Association) sei es, „eine globale Organisation mit einer demokratischen Struktur, regelmäßigen Wahlen und einem Vorstand aufzubauen“, sagte Sögüt im Interview dem Internetportal „Spox“. „Sobald das alles gewachsen ist, gehen wir zur Fifa und sagen: „Hier sind wir und wir wollen Stakeholder werden.“ Bisher habe der Verband rund 100 Mitglieder.

Sögüt, der bei PROFAA Vize-Präsident ist, will für seine Branche dieselben Voraussetzungen schaffen, wie sie andere Interessengruppen im Fußball haben, darunter die Spielervereinigung Fifpro und die Europäische Klubvereinigung ECA, die die Vereine vertritt. Er selbst habe dabei vor allem die Ausbildung der Spielerberater im Blick. „Mein Traum ist es, einen dreijährigen Spielerberater-Bachelor anzubieten“, so Sögüt. „Das wird es irgendwann auch geben, aber so weit sind wir noch nicht.“ International vertritt auch die European Football Agents Associations (EFAA) Interessen von Spielervermittlern, die in Europa lizenziert sind.

Quelle: tora./dpa
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