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FAZ plus ArtikelMiroslav Klose

„Lasst ihn endlich mitspielen“

Von Ronald Reng
 - 20:35
Der Salto als Markenzeichen: Nicht selten zelebrierte Miroslav Klose seine Tore mit einer artistischen Einlage.

Als Esstisch diente ihnen zunächst ein Supermarktkarton. Die Eltern hatten in den ersten Tagen in Deutschland von ihren Ersparnissen bereits Möbel gekauft und angezahlt, aber es würde dauern, bis die Bestellungen eintrafen. Auch die Küche hatte eine Lieferzeit von zwei Monaten, sodass die Mutter die Mahlzeiten auf einem Campingkocher zubereitete. Über den Supermarktkarton, also den Esstisch, legte Barbara Klose ihre beste Tischdecke. Egal wie widrig die Umstände waren, zum Essen würde bei ihr immer etwas Anständiges auf den Tisch kommen, da ließ sie nichts auf sich kommen.

Außerdem hatten sie etwas zu lachen mit der weißen Tischdecke über dem Karton, so verlor die provisorische Situation ihre Schwere. Still für sich machte sich Barbara Klose unverändert große Sorgen, wie das werden sollte in Deutschland. Aber wichtig war, dass die Kinder davon nichts merkten. Die Kloses lachten gemeinsam, wenn Miroslav ganz aufgeregt und ernsthaft stolz mit einer Lampe nach Hause kam, die er im Sperrmüll gefunden hatte. An Sperrmülltagen war er im Jagdfieber, einmal schleifte er mit den dünnen Armen eines Neunjährigen sogar einen Sessel nach Hause.

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Quelle: F.A.Z.
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