Nach Coming-out

Cavallo von Reaktionen „überwältigt“

28.10.2021
, 09:08
Josh Cavallo am Ball: „Der Welt zeigen, dass es keine Rolle spielt, wer du bist, woran du glaubst, aus welcher Kultur du kommst oder welchen Hintergrund du hast“.
Spieler und Klubs weltweit zollen dem Fußballprofi aus Adelaide Respekt, der offen über seine Homosexualität gesprochen hatte. Josh Cavallo zeigt sich „glücklich über die Resonanz“.
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Der australische Fußballer Josh Cavallo ist begeistert von den Reaktionen auf sein Coming-out. „Ich bin so überwältigt und glücklich über die Resonanz, die ich erhalten habe“, sagte der 21-Jährige von Adelaide United, der als erster aktiver Fußballprofi in der australischen A-League offen über seine Homosexualität gesprochen hatte, bei Sky Sports.

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In Deutschland outete sich als bisher einziger Profi der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger – allerdings nach dem Ende seiner Karriere. „Gut gespielt, Josh“, schrieb der 39 Jahre alte Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart bei Twitter: „Ich wünsche dir eine tolle Karriere! Du hast schon viele Menschen inspiriert und wirst es auch weiterhin tun!“

„Ich möchte der Welt zeigen, dass es keine Rolle spielt, wer du bist, woran du glaubst, aus welcher Kultur du kommst oder welchen Hintergrund du hast“, fügte Cavallo an: „Jeder wird im Fußball akzeptiert.“ Zuvor hatte er eine breite Welle der Solidarität erfahren.

Sein Verein, die Liga, der australische Verband und Klubs weltweit brachten ihre Unterstützung zum Ausdruck, unter anderem auch der FC Bayern. Topstars wie Zlatan Ibrahimovic, Liverpools Kapitän Jordan Henderson oder Antoine Griezmann zollten ihm in den Sozialen Netzwerken ihre Anerkennung.

„Josh hat unglaublichen Mut bewiesen, einer der wenigen Profisportler zu sein, die so mutig sind. Ich habe nichts als Bewunderung und Unterstützung für ihn, ebenso wie alle Spieler und das Trainerteam“, sagte sein Trainer Carl Veart. „Du bist ein Champion. Fußball ist für alle da. Großen Respekt“, schrieb Ibrahimovic. „Großen Respekt an Josh, dass er das getan hat“, twitterte Henderson: „Das ist mutig und vermittelt die wichtige Botschaft, dass jeder es verdient, er selbst zu sein, egal was er tut.“

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Als erster Profi-Fußballer hatte sich Justin Fashanu vom englischen Premier-League-Club West Ham United 1990 während seiner Karriere geoutet. 2013 tat es der frühere US-Nationalspieler und Major-League-Soccer-Profi Robbie Rogers.

Quelle: ad./sid/dpa
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