Nationalmannschaft

Auch Per Mertesacker tritt zurück

15.08.2014
, 19:28
Erst Lahm, dann Klose – jetzt Mertesacker. Mit dem 29 Jahre alten Abwehrspieler von Arsenal London tritt der dritte Weltmeister binnen weniger Wochen zurück. Er werde der Nationalmannschaft fehlen, sagte Bundestrainer Löw in seiner ersten Reaktion.

Per Mertesacker hat in einem Interview seinen Rücktritt aus der Nationalelf erklärt. Es gehe für ihn darum, „nach zehn Jahren in der Nationalmannschaft das Ende“ seiner Laufbahn im Team von Joachim Löw „selbst zu bestimmen“, sagte Mertesacker der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagsausgabe).

Der 29 Jahre Abwehrhüne und Verteidiger von Arsenal London ist damit der dritte Nationalspieler binnen eines Monat, der das Trikot mit dem Adler an den Nagel hängt. Kurz nach dem Gewinn der WM-Trophäe in Rio de Janeiro hatte zunächst Kapitän Philipp Lahm (30) seine Demission verkündet, dabei aber betont, seinen Entschluss schon im Herbst vergangenen Jahres gefällt zu haben. Im August dann hatte mit Miroslav Klose Löws erfolgreichster Stürmer und mit 36 Jahren ältester seinen Rücktritt erklärt.

Per Mertesacker, der 103 Spiele in der Nationalmannschaft absolvierte und im WM-Achtelfinale seinen Stammplatz verloren hatte, will sich künftig auf den Einsatz auf der britischen Insel konzentrieren. „Ich will mit dem FC Arsenal Meister werden, eventuell auch in der Champions League angreifen.“ Mit dem Turniersieg bei der Fußball-WM in Brasilien sei seine Karriere mit einem „goldenen Abschluss“ zu Ende gegangen.

Trotz des Verlust von nunmehr drei Spielern, die das Gesicht der Nationalelf über mindestens eine Dekade geprägt haben, prophezeit Per Mertesacker eine erfolgreiche Zukunft. „Junge Spieler würden nachreifen. Man sei so gut besetzt wie nie. „Uns muss nicht Angst und bange sein.“

Bundestrainer Joachim Löw bedauerte am Freitagabend den Rücktritt von Per Mertesacker aus der Fußball-Nationalmannschaft. „Pers Erfahrung, seine Spielintelligenz, sein Stellungsspiel, vor allem sein Charakter und seine Einstellung werden uns fehlen“, wurde Löw am Freitagabend auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zitiert. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach lobte ihn als „Prototyp des Mannschaftsspielers und ein Vorbild auf und neben dem Platz“.

Quelle: FAZ.NET
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