Österreichischer Fußball-Pokal

Die „Bullen“ trampeln alles nieder

Aktualisiert am 30.05.2020
 - 10:51
Die Bullen sind in Österreich die Fußball-Macht des Jahrzehnts: Hier freuen sich Dominik Szoboszlai (l.) und Andreas Ulmer über einen weiteren Treffer zum 5:0-Erfolg.
RB Salzburg lässt im Pokalfinale am Wörthersee dem Außenseiter aus Lustenau keine Chance. Das Endspiel dient zugleich als Generalprobe für Österreichs Bundesliga.

RB Salzburg hat sich mit einem deutlichen Sieg im ersten Fußball-Pflichtspiel nach der coronabedingten Pause in Österreich den ÖFB-Pokal gesichert. Das Team von Trainer Jesse Marsch bezwang am Freitagabend den Zweitligaklub Austria Lustenau mit 5:0 (2:0).

Das Spiel fand im Wörthersee Stadion in Klagenfurt ohne Publikum statt und galt auch als letzter Testlauf vor dem Neustart der Bundesliga am kommenden Dienstag. Die Partie war das erste Pflichtspiel in Österreich seit dem 8. März und wurde weltweit in 40 Ländern übertragen. Ursprünglich hätte das Endspiel bereits am 1. Mai stattfinden sollen. Für das Pokalfinale und die restlichen Saisonspiele in der Liga wurde ein ähnliches Sicherheitskonzept wie für die deutsche Bundesliga erarbeitet.

Die Tore für die Salzburger erzielten Dominik Szoboszlai (19. Minute), Dominik Stumberger (21., Eigentor), Noah Okafor (53.), Majeed Ashimeru (65.) und Sekou Koita (79.). Die „Bullen“ waren als Titelverteidiger ins Finale gegangen, seit der Saison 2011/2012 haben sie den ÖFB-Pokal nun zum siebten Mal gewonnen. Mit ihren sieben Titeln ist Red Bull in der Liste der Rekordsieger nun bereits Dritter hinter den Wiener Traditionsklubs Austria (27) und Rapid (14).

Lustenau hatte es als zwölfter unterklassiger Verein in das Endspiel des Pokalwettbewerbs geschafft. Den Titel holten als Außenseiter einst der Kremser SC (1988), der SV Stockerau (1991) und der FC Kärnten (2001) sowie der FC Pasching, der 2011 sogar als Drittligaklub triumphiert hatte.

Salzburg hat damit beste Chancen, sich auch zum siebten Mal das Double in Österreich zu sichern. In der Bundesliga steht RB nach dem Punktabzug für den Linzer ASK zehn Spieltage vor Schluss mit drei Zählern Vorsprung an der Tabellenspitze.

Die Linzer hatten während der Corona-Beschränkungen unerlaubt mehrere Mannschaftstrainings absolviert und wurden dabei heimlich gefilmt. Gegen den Punktabzug haben sie allerdings Protest eingelegt. Die beiden Teams treffen bis zum Saisonende noch zwei Mal in direkten Duellen aufeinander.

Quelle: ad./dpa/sid
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