FAZ plus ArtikelMesut Özil und Deutschland

Diese Wunde schließt sich nicht

Von Michael Horeni
17.09.2021
, 19:05
Gemischte Gefühle bei der Rückkehr nach Deutschland.
Mesut Özils Rückkehr in ein deutsches Fußballstadion ist bedrückend. Sein Platz ist jetzt anderswo. Viel zu viel ist kaputt gegangen.

Es ist ein stürmischer Empfang, den Mesut Özil am Tag seiner Rückkehr nach Deutschland erlebt. Vor dem Eingang des Hotels und um den Mannschaftsbus, der vor der Tür steht, drängen sich am Tag vor dem Spiel die Fans. Sicherheitskräfte stellen sich denjenigen breitbeinig in den Weg, die in die Lobby vordringen wollen. Als Özil aus dem Aufzug steigt, fängt ihn ein Helfer ab, um ihn die wenigen Meter bis zum Bus zu begleiten und vor den Menschen abzuschirmen.

Als die Fans den Weltmeister sehen, flippen sie aus. Sie schreien und singen, wollen ihn fotografieren, berühren, eine Unterschrift. Die Sicherheitskräfte halten dem Drängen kaum stand, der Gang wird immer kleiner, durch den Özil in den Bus schlüpft. Als er drin ist, fliegen ihm durch die offene Tür Trikots in der Hoffnung entgegen, dass sie mit seinem Autogramm wieder herauskommen.

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Michael Horeni - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Michael Horeni
Fußballkorrespondent Europa in Berlin.
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