Früherer Dortmund-Profi

Dembélé schlägt im Riesenärger bei Barça zurück

21.01.2022
, 11:01
Ousmane Dembélé wehrt sich gegen die Ausbootung beim FC Barcelona.
Sichtbarkeit der Bildbeschreibung wechseln
In Dortmund streikte sich Ousmane Dembélé einst aus dem Vertrag, nun will der FC Barcelona ihn loswerden. Der Streit spitzt sich zu. Der Franzose rechnet mit dem Klub ab und weist die Vorwürfe zurück.
ANZEIGE

Der Streit zwischen dem FC Barcelona und Fußball-Profi Ousmane Dembélé um eine gescheiterte Vertragsverlängerung spitzt sich zu. Nachdem der spanische Verein am Donnerstag zunächst die Trennung vom Flügelstürmer bekanntgegeben hatte, warf der 24 Jahre alte Franzose den Katalanen „Erpressung“ vor. Er werde sich „keinerlei Erpressung mehr beugen“, schrieb er in den sozialen Netzwerken. Vier Jahre lang habe er „Klatsch“ und „Lügen“ ertragen, damit sei nun aber Schluss.

Der Fußballdirektor der Katalanen, Mateu Alemany, hatte zuvor in einem auf der Homepage des Klubs veröffentlichten Video die Trennung von Dembélé mit sofortiger Wirkung bekanntgegeben und dem früheren Dortmund-Profi vorgeworfen: „Es ist offensichtlich, dass der Spieler nicht bei Barcelona bleiben will und sich nicht für Barças Zukunftsprojekt engagiert.“. Man wolle nur engagierte Spieler und hoffe, dass ein Transfer noch vor dem 31. Januar möglich sein werde.

ANZEIGE

In seiner Abrechnung mit dem Klubvorstand wies Dembélé die Vorwürfe energisch zurück. Er habe „immer alles gegeben“. Er verbiete allen, zu behaupten, dass er sich nicht engagiere. Er stehe bei Barcelona noch unter Vertrag und stehe dem Klub daher weiterhin zur Verfügung.

Trainer Xavi Hernández hatte schon am Vortag gewarnt, Dembélé müsse seinen nach dem 30. Juni auslaufenden Vertrag verlängern. Andernfalls werde er nicht mehr für Barcelona spielen. „Entweder er verlängert oder wir lösen den Fall mit einem Weggang des Spielers. Uns bleibt nichts anderes übrig, nichts anderes“, sagte der Coach vor dem Achtelfinal-Pokalspiel der Katalanen am Donnerstag bei Athletic Bilbao. Für dieses Spiel wurde Dembélé nicht mehr aufgestellt.

Barça habe mit dem Spieler und dessen Agenten bereits seit Juli 2021 Gespräche geführt, versicherte Alemany. „Wir haben verschiedene Angebote gemacht, versucht, einen Weg für den Spieler zu finden, bei uns weiterzumachen. Und diese Angebote wurden von seinen Agenten systematisch abgelehnt.“ Nach spanischen Medienberichten wollte der Berater des Spielers, Moussa Sissoko, nicht akzeptieren, dass der Klub Dembélé künftig ein deutlich niedrigeres Salär zahlen wollte.

ANZEIGE

Der finanziell und sportlich angeschlagene Klub hat Schulden in Höhe von 1,35 Milliarden Euro. Barça versucht, die Höhe der Bezüge zu reduzieren oder durch den Verkauf oder die Ausleihe von Profis die Ligaregeln für die Gesamtsumme der Profigehälter einzuhalten.

Am Donnerstagabend kamen weitere Sorgen hinzu. Nach dem Achtelfinal-Aus im spanischen Fußball-Pokal beklagte der Klub auch noch eine abermalige Verletzung von Jung-Profi Ansu Fati. Der 19-Jährige zog sich nach Angaben des Vereins bei der 2:3 (1:1, 2:2)-Niederlage nach Verlängerung in Bilbao eine Blessur am linken Oberschenkel zu. Über die Schwere der Verletzung sollen weitere Untersuchungen Aufschluss geben, hieß es in der Mitteilung der Katalanen. Fati war am Donnerstagabend in der 61. Minute eingewechselt worden und musste in der Verlängerung in der 96. Minute wieder ausgewechselt werden.

ANZEIGE

„Er war sehr geknickt“, sagte Barça-Trainer Xavi Hernández über das Top-Talent. Fati hatte bereits am Ende des vergangenen Jahres wegen Problemen am Oberschenkel länger pausieren müssen. „Es ist ein schwerer Tag“, räumte Xavi ein und sprach von „schwierigen Zeiten“, die der Verein gerade durchmache. In der Liga liegt der Klub des deutschen Nationaltorwarts Marc-André ter Stegen nur auf Platz sechs mit 17 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Real Madrid. Im Supercup scheiterten die Katalanen zuletzt im Halbfinale.

Wissen war nie wertvoller

Lesen Sie jetzt F+ 30 Tage kostenlos und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel auf FAZ.NET.

JETZT F+ LESEN

„Wir haben keine andere Wahl, als zu arbeiten und zu arbeiten. Jetzt haben wir die Liga und die Europa League. Wir müssen versuchen, uns schnell zu erholen“, sagte Xavi. „Denn das sind zwei harte Schläge, zwei verlorene Titel in einer Woche.“ Dass die Unruhe um den früheren Dortmunder Dembélé Auswirkungen auf die Mannschaft hatte, glaubt der frühere Profi Xavi nicht. „Er ist natürlich ein wichtiger Spieler, aber das hat uns nicht beeinflusst.“

Quelle: tora./dpa
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
AllesBeste
Testberichte & Kaufberatung
Baufinanzierung
Erhalten Sie Ihren Bauzins in 3 Minuten
Spanischkurs
Lernen Sie Spanisch
ANZEIGE