WM-Qualifikation

Ronaldo ist nach dem Torklau wieder glücklich

31.03.2021
, 08:18
In vier Spielen nacheinander traf er nicht für Portugal, dann wurde ihm auch noch ein regulärer Treffer genommen. Nun aber ist Cristiano Ronaldo wieder erfolgreich. Der Ärger ist offenbar vergessen.

Stürmerstar Cristiano Ronaldo hat seine Durststrecke in der portugiesischen Nationalmannschaft beendet und somit auf seine Weise auf den Torklau beim 2:2 am vergangenen Samstag in Serbien reagiert. Beim 3:1-Erfolg in der WM-Qualifikation in Luxemburg erzielte der 36-jährige Fußball-Profi von Juventus Turin am Dienstag das zwischenzeitliche 2:1. Auf seinem Instagram-Kanal schrieb er: „Das war ein wichtiger Sieg auf dem Weg zu unserem Ziel.“

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Zuvor war er für Portugal vier Mal nacheinander torlos geblieben und nachdem ihm in Belgrad der vermeintliche Siegtreffer in der Nachspielzeit aberkannt worden war, kochte Ronaldo vor dem dritten Spieltag in der Gruppe A vor Wut. Beim Auftritt in Belgrad hatte er die Kapitänsbinde auf den Rasen gepfeffert, um seinem Ärger Luft zu machen.

In Luxemburg hatte er die Binde zwar wieder am Arm, seine Miene hellte sich zunächst aber nicht auf, denn Gerson Rodrigues belohnte den mutigen Außenseiter mit dem 1:0. Ronaldo scheiterte dagegen per Freistoß und haderte. Erst kurz vor der Pause gelang Diogo Jota der Ausgleich. Ronaldo schob nach dem Seitenwechsel freistehend ein und Joao Palhinha ließ das 3:1 folgen.

Hoher Sieg für Niederlande

Seit seinem Premierentor 2004 hat Ronaldo nun in jedem Kalenderjahr für sein Land getroffen. Auch deswegen war der fünfmalige Weltfußballer nach dem Schlusspfiff versöhnlich gestimmt. Er klatschte seine Mitspieler ab, die Mundwinkel zuckten nach oben und der Torklau von Belgrad schien vergessen. Portugal sicherte mit sieben Punkten den ersten Platz vor den punktgleichen Serben, die sich am frühen Abend mit 2:1 (1:0) in Aserbaidschan durchgesetzt hatten.

Die Türkei verpasste dagegen den dritten Sieg im dritten Spiel. Beim 3:3 (2:1) gegen Lettland gaben die Hausherren zwei Zwei-Tore-Führungen aus der Hand. Im ersten Durchgang hatten Kenan Karaman vom Zweitligaverein Fortuna Düsseldorf und der frühere Leverkusener Hakan Calhanoglu getroffen. Norwegen darf ebenfalls auf einen treffsicheren Stürmer aus der Bundesliga bauen. Zwar blieb Erling Haaland von Borussia Dortmund wieder glücklos, dafür traf Leipzigs Alexander Sörloth beim 1:0 (1:0)-Sieg im montenegrinischen Podgorica.

Die Niederlande kletterten mit sechs Punkten und wegen des besseren Torverhältnisses auf den zweiten Platz in der Gruppe G. Das Team von Bondscoach Frank de Boer schlug auswärts Gibraltar mit 7:0 (1:0).

In der Gruppe E übernahm Belgien die Tabellenführung. Die Roten Teufel dominierten Belarus nach Belieben und beseitigten beim 8:0 (4:0) schon vor dem Seitenwechsel alle Zweifel. Im Parallelspiel gewann Wales in Überzahl mit 1:0 (0:0) gegen Tschechien. Bei den Gästen sah Leverkusens Patrik Schick nach einer Tätlichkeit die Rote Karte (48.).

Russland kassierte beim 1:2 (0:1) in der Slowakei die erste Niederlage, Kroatien tat sich beim 3:0 (0:0) gegen Malta lange Zeit schwer. Ivan Perisic, Luka Modric, der einen Strafstoß verwandelte, und der Wolfsburger Profi Josip Brekalo erlösten den WM-Zweiten. Außerdem unterlag Slowenien Zypern mit 0:1 (0:1).

Quelle: dpa
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