FAZ plus ArtikelSSC Neapel und Maradona

Santo Diego und das Scudetto-Flair

Von Matthias Rüb, Rom
29.11.2021
, 19:08
Der Star von einst  als lebensgroße Bronzestatue: Diego Armando Maradona  ist in Neapel allgegenwärtig.
Diego Armando Maradonas Todestag wird in Neapel als Heiligenmesse mit angeschlossenem Fußballspiel zelebriert. Das 4:0 gegen Lazio nährt den Glauben an die erste Meisterschaft seit 1990.
ANZEIGE

Es gibt keinen Volksglauben ohne Prozessionen. Wenn die Heiligenbilder durchs Wohnquartier getragen werden, wird die Gemeinde eins mit ihrem Gott. Einen solchen Augenblick der Kommunion erlebten am Sonntagabend gut 40.000 Zuschauer im Stadio Diego Armando Maradona beim Heimsieg der SSC Neapel über Lazio Rom.

Die Begegnung stand ganz im Zeichen des heiligen Diego. Dessen stilisiertes Antlitz war auf den Trikots der Azzurri aus der Hauptstadt Kampaniens zu sehen. Dessen lebensgroße Bronzestatue war vor dem Anpfiff auf dem Rasen des Stadions, das seit elf Monaten seinen Name trägt, enthüllt worden; im Beisein von Napoli-Altpräsident Corrado Ferlaino, der Maradona 1984 von Barcelona nach Neapel geholt hatte, sowie von Aurelio De Laurentiis, amtierender Napoli-Präsident, und auch von FIFA-Chef Gianni Infantino. Neben der Statue im Stadion, die vor Spielanpfiff in den Kabinentunnel transportiert wurde, gibt es in Neapel zwei weitere Maradona-Standbilder. Eines steht im Garten des Archäologischen Nationalmuseums. Das andere, eine Geschenkgabe des neapolitanischen Bildhauers Domenico Sepe, muss seinen Platz noch finden.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Rüb, Matthias (rüb)
Matthias Rüb
Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE