FAZ plus ArtikelKampf um Zukunft des Fußballs

Angriff der Super League auf die UEFA

Von Michael Horeni
14.10.2021
, 18:02
Stimmungstief im europäischen Fußball
Die Super League schlägt in einem Schriftstück, das der F.A.Z. vorliegt, zurück: Politik und Wettbewerbshüter sollen die Legitimität des europäischen Verbands prüfen. Das Ergebnis könnte den Fußball verändern.
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Die Macher der im Frühjahr noch krachend in sich zusammengebrochenen European Super League (ESL) gehen in die politische Offensive. Nachdem die im April von zwölf europäischen Topklubs ausgerufene Super League, von denen sich neun Gründungsmitglieder nach wenigen Tagen wieder zurückzogen, zuletzt schon juristischen Rückenwind durch ein Urteil eines spanischen Handelsgerichts erhalten hatte, versucht die Gruppe nun, über das europäische Parlament und die EU-Kommission den Druck auf die Europäische Fußball-Union (UEFA) zu erhöhen.

In einem der F.A.Z. vorliegendem achtseitigen sogenannten Non-Paper, das sich unter dem Titel „Die Zukunft des Fußballs in der EU überdenken“ an EU-Abgeordnete und die EU-Kommission richtet, verfolgt die Super League eine Doppelstrategie. Zum einen wird darin angekündigt, das vielkritisierte sportliche Format zu verändern und vom bisherigen Konzept der dauerhaften Mitgliedschaft abzurücken. Zum anderen wird die UEFA in einer juristisch differenzierten Darlegung scharf angegriffen, nicht zuletzt in ihrer Rolle im europäischen Rechtssystem. Experten im europäischen Fußball sehen darin einen „Frontalangriff“ auf die UEFA.

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Quelle: F.A.Z.
Michael Horeni - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Michael Horeni
Fußballkorrespondent Europa in Berlin.
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