FAZ plus ArtikelSportlerinnen und „Roe v. Wade“

Botschafterinnen ihrer Generation

EIN KOMMENTAR Von Stefanie Sippel
03.07.2022
, 16:16
„Der Court, überwiegend männlich, entscheidet über meinen Körper“, sagt Rapinoe.
Vorbilder wie Megan Rapinoe sind Barometer für Stimmungen in der Gesellschaft. Sie haben sich Rechte erkämpft und sind alarmiert, wenn Frauen über ihre Abtreibung nicht mehr selbst entscheiden können.
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„My body, my choice“, „mein Körper, meine Entscheidung“: Das steht auf den Plakaten der Frauen, die protestieren, nachdem das oberste Gericht der Vereinigten Staaten die Rechtsprechung revidiert, den Präzedenzfall „Roe v. Wade“ gekippt hat. Die Entscheidung des Supreme Courts nimmt den Frauen die Chance, über ihren Körper zu entscheiden. Wer wüsste dazu besser etwas zu sagen als Sportlerinnen, die ihren Körper täglich trainieren und immer wieder entscheiden müssen: Was mute ich ihm zu?

Schnell wurden nach der Entscheidung Stimmen der politischen Athletinnen laut – mal wieder. Megan Rapinoe, Fußball: „Der Court, überwiegend männlich, entscheidet über meinen Körper und den Körper von anderen Frauen.“ Coco Gauff, Tennis: „Der traurige Part ist, dass das Abtreibungen nicht stoppen wird . . . das wird nur illegale und unsichere Abtreibungen vermehren.“ Lexie Brown, Basketball: „So viel passiert in diesem Land. Und das ist, was sie fokussieren möchten?“ Alle drei sind Beispiele für Frauen, die ihre Macht als Sportlerinnen nutzen, um die zu erreichen, um die es in dieser Debatte eigentlich geht: andere Frauen. Die ihre Reichweite nutzen, um mit jungen Zielgruppen zu Themen zu kommunizieren, die diese beschäftigen.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Sippel, Stefanie
Stefanie Sippel
Sportredakteurin.
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