Gesundheit

Sex, Eiskrem und Käse verursachen Migräne

07.08.2001
, 18:37
Auch Birgit Schrowange leidet unter Migräne
Wissenschaftler haben eine Liste für die Ursachen von Kopfschmerzattacken präsentiert - mit erstaunlichen Ergebnissen.
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Auf der Suche nach dem Auslöser für heftige Migräneattacken stießen die Wissenschaftler der Wiener Arbeitsgruppe auf überraschende Ergebnisse: Da liest man neben Stress auch Sex, Rotwein oder Eiskrem und Käse.

Die Ernährungswissenschaftlerin Birgit Junghans vom Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen, die die Ergebnisse der Studie bekannt gab, führte den Einfluss des Lebensstils auf die gefürchteten Kopfschmerzattacken aus.

Selbst das Wochenende als Unterbrechung des Alltagstrotts kann die Kopfschmerzattacken auslösen. Bei der Untersuchung, deren Ergebnisse bei einem Fachkongress in New York präsentiert wurden, kristallisierten sich die Faktoren Stress (74 Prozent), Monatsblutung (67 Prozent), Wochenende (64 Prozent) und Rotweingenuss (45 Prozent) als häufige Auslöser heraus, wie Junghans angab.

Migräne durch Hormone in Aufruhr

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Auch Sex scheine immer wieder Ursache für die heftigen Kopfschmerzen zu sein. Dass viele Frauen während der Pillenpause unter heftigen Migräneattacken leiden, wird auf die Veränderung des Hormonspiegels zurückgeführt.

Auf der „schwarzen Liste“ stünden unter anderem Schokolade und Käse, die nachgewiesenermaßen die Migräne auslösende Substanz Phenylethylamin enthielten, berichtete Junghans. Der Sprecher des Instituts, Sven-David Müller, ergänzte, selbst Speiseeis könne als Folge des Kältereizes auf die Blutgefäße im Rachenraum Kopfschmerzen auszulösen. Daher sollten Migränepatienten auf Eis und eisgekühlte Getränke verzichten.

Viele kleine Mahlzeiten gegen Unterzuckerung

Beim Keltern von Rotwein würden im Gegensatz zum Weißwein die Schalen und Stiele der Beeren nicht entfernt, hieß es weiter. Die in den Wein übergehenden Gerbstoffe seien für viele Menschen unverträglich und führten zu Kopfschmerzen.

Migräne wird auch verursacht durch zu niedrige Blutzuckerwerte, wie Junghans berichtete. Starke Zuckeraufnahme beispielsweise bewirkt beim gesunden Menschen eine vermehrte Produktion des Verdauungshormons Insulin. Sie hält zunächst auch dann noch an, wenn sich der Blutzuckerspiegel wieder normalisiert hat. Dieser sinkt weiter, so dass es zur Unterzuckerung kommen kann. Große Schwankungen können verhindert werden, in dem man über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten zu sich nimmt anstatt weniger großer.

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Quelle: @gf, @nicl, mit Material von AP
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