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Überraschung bei Handball-WM

Franzosen zaubern ihren Star Karabatic aus dem Hut

 - 17:03

Titelverteidiger Frankreich kann bei der Handball-WM in Deutschland und Dänemark überraschenderweise doch auf Superstar Nikola Karabatic zählen. Der 34 Jahre alte Rückraumspieler von Paris St. Germain, der seine WM-Teilnahme ursprünglich wegen einer Fußverletzung abgesagt hatte, stieß am Samstag in Berlin zur Mannschaft und könnte damit auch im Gruppenspiel gegen die deutsche Auswahl am Dienstag dabei sein. Im Spiel der Equipe Tricolore am Samstagabend gegen Serbien soll Karabatic noch nicht zum Einsatz kommen. „So glücklich und stolz, als 18. Spieler in die Gruppe einzusteigen und das Abenteuer mitzumachen“, schrieb Karabatic auf Twitter.

Spielplan der Handball-WM 2019 in Deutschland und Dänemark

Ohne seinen Kapitän und dreimaligen Welthandballer hatte Frankreich zum Turnier-Auftakt mühevoll gegen Brasilien 24:22 gewonnen. Für Karabatic, der im Oktober wegen eines Schiefstandes der großen Zehe am linken Fuß operiert worden war, ist es die achte Weltmeisterschaft. „Wenn er sich uns anschließt, ist er einsatzbereit. Ich zweifle nicht eine Sekunde an seiner Integration. Aber zunächst kommt er, um sich wieder in die Gruppe einzugliedern und das Gefühl wiederzufinden“, sagte Frankreichs Trainer Didier Dinart der Tageszeitung „Le Parisien“.

Karabatic hatte in den vergangenen Tagen nach seiner Verletzung wieder das Training mit der Reserve seines Klubs Paris Saint-Germain aufgenommen, teilte Dinart in einer Mitteilung des Verbandes mit. Damit seien die Voraussetzungen erfüllt, dass „Nikola zu uns stößt. Er ist natürlich ein wichtiger Spieler, aber in diesem Stadium müssen wir in den Trainingseinheiten überprüfen, wie er sich in die Mannschaft einfinden kann.“ Nach der Operation hatte Karabatics Verein ursprünglich mit einer Ausfallzeit von vier bis sechs Monaten des dreifachen Welthandballers gerechnet.

Karabatic hat die große Ära der französischen Handballer in den vergangenen 16 Jahren maßgeblich mitgestaltet. Der gebürtige Serbe verpasste seit seinem ersten Länderspiel im Oktober 2002 kein großes Turnier, holte mit der Equipe Tricolore zweimal Olympiagold (2008 und 2012), wurde zwischen 2006 und 2018 viermal Welt- und dreimal Europameister.

Quelle: sid/dpa
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