Amerikanische Leichtathletik

McLaughlin läuft Hürden-Weltrekord

26.06.2022
, 12:41
In Weltrekordzeit durchs Zielband: Sydney McLaughlin
Sydney McLaughlin läuft bei den US-Meisterschaften in Eugene schneller als alle deutschen Männer in Berlin über die Stadionrunde mit Hürden. Anschließend kündigt sie an, „einen Cheeseburger“ zu essen.
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Die Amerikanerin Sydney McLaughlin hat ihren Weltrekord über die 400 Meter Hürden abermals verbessert. Die 22 Jahre alte Leichtathletin gewann am Samstag (Ortszeit) bei den US-Meisterschaften in Eugene in 51,41 Sekunden. Damit unterbot die Olympiasiegerin ihre eigene Bestmarke von den Spielen in Tokio im vergangenen Jahr. Damals hatte McLaughlin in 51,46 Sekunden die Goldmedaille gewonnen.

Drei Wochen vor den Weltmeisterschaften in Eugene hofft McLaughlin noch auf eine weitere Steigerung. „Ich denke, dass noch ein bisschen mehr im Tank ist und wir ihn komplett leer machen können, wenn es an der Zeit ist“, sagte McLaughlin, die zur Feier des Tages ankündigte: „Ich werde mal was Richtiges essen außer Gemüse. Einen Cheeseburger oder so, ein paar Pancakes.“

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Die Dimension der Zeit, die McLaughlin lief, wird beim Seitenblick auf die deutschen Meisterschaften deutlich: bei den Finals in Berlin war Michael Adolf in der Halbfinalläufen mit 52,06 Sekunden der Schnellste. McLaughlin hätte also alle deutschen Männer distanziert. In Eugene landeten Britton Wilson (53,08) und Shamier Little (53,92) mit deutlichen Abständen auf den Rängen zwei und drei, womit sie aber die WM-Norm schafften. Weltmeisterin Dalilah Muhammad verzichtete leicht angeschlagen auf einen Start, ist als Titelverteidigerin aber automatisch für die WM vom 15. bis 24. Juli qualifiziert.

Altmeisterin Allyson Felix wurde über 400 Meter Sechste in 51,24 Sekunden und wahrte damit die Chance auf eine WM-Teilnahme in einer der Staffeln. Es wären die zehnten Weltmeisterschaften für die 36-Jährige, die schon 13 WM-Titel gewann und ihre großartige Karriere beenden wird. Siegerin Talitha Diggs lief 50,22 Sekunden, bei den Männern holte Michael Norman in Weltjahresbestzeit von 43,56 Sekunden den Titel über die Stadionrunde.

Der Olympiazweite Fred Kerley hat die 100 Meter gewonnen und sich zum Favoriten der Leichtathletik-WM gekürt. In 9,77 Sekunden setzte sich der 27-Jährige im Finale vor Marvin Bracy Williams und Trayvon Bromell durch. Damit blieb er nur eine Hundertstel über seiner Zeit aus dem Halbfinale. Dennoch war Kerley nicht ganz zufrieden. Er habe „etwas Schnelleres erwartet“, sagte er.

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Als bislang drittschnellster Amerikaner sieht sich der Silbermedaillengewinner von Tokio noch nicht am Ziel: „Wann immer ich Usain Bolts Weltrekord kriegen kann – das ist es, was ich anstrebe.“ Weltmeister Christian Coleman, der als Titelverteidiger für die WM eine Wild Card besitzt, verzichtete auf den Endlauf.

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Melissa Jefferson ersetzt Sha'Carri Richardson

Bei den Frauen siegte überraschend Melissa Jefferson in 10,69 Sekunden – allerdings bei zu viel Rückenwind – vor Aleia Hobbs und Twanisha Terry. „Ich dachte: Wow, ist das wirklich passiert?“, sagte die 21-Jährige, die sich erstmals für eine WM qualifizierte. Sprintstar Sha'Carri Richardson war bereits im Vorlauf ausgeschieden und hatte damit das WM-Ticket verpasst.

Der zweimalige Olympiasieger und Weltrekordler Ryan Crouser verbesserte bei seinem Sieg im Kugelstoßen mit 23,12 Meter seine eigene Weltjahresbestleistung. Nummer eins der Welt ist auch die zweimalige Hallenweltmeisterin Sandi Morris, die sich im Stabhochsprung auf 4,81 Meter steigerte.

Quelle: ad./sid/dpa
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