Final-Four-Traum platzt

Bayern-Basketballer verlieren Showdown in Mailand

04.05.2021
, 22:58
Die Basketballer des FC Bayern verpassen knapp den Einzug ins Final Four der Euroleague. Dem Team von Coach Andrea Trinchieri reicht eine starke Aufholjagd nicht.

Die märchenhafte Europa-Tour der Basketballer von Bayern München ist in einem Krimi ohne Happy End geblieben. Im entscheidenden fünften Viertelfinal-Spiel der EuroLeague unterlagen die Bayern am Dienstagabend trotz einer abermaligen Aufholjagd 89:92 (40:50) bei Armani Mailand und verpassten damit den historischen Einzug ins Final Four von Köln.

„Ich bin unheimlich stolz, was die Mannschaft in dieser Serie geleistet hat. Wie das Team bis zur letzten Sekunde an den Sieg geglaubt hat, ist die Geschichte dieser EuroLeague-Saison“, sagte Geschäftsführer Marko Pesic bei MagentaSport: „Schade, aber man hat gesehen, was die Erfahrung ausmacht. Die hat heute gesiegt.“

Die Bayern hatten sich als erstes deutsches Team überhaupt für die Play-offs der europäischen Königsklasse qualifiziert. Dort hatte die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri die ersten beiden Spiele in Mailand verloren, sich dann aber mit zwei Siegen in eigener Halle zurückgemeldet.

Im Showdown bissen sich die Bayern an der Offensivstärke der Mailänder um den überragenden Shavon Shields (33 Punkte) die Zähne aus. Jalen Reynolds (19) war bester Werfer der Münchner.

Im Mediolanum Forum starteten die Bayern zwar stark, führten 8:2 und 14:9, gaben dann aber in der Schlussphase des ersten Viertels die Führung ab und erhielten sie nicht mehr zurück. Mailand zog im dritten Viertel auf 16 Punkte davon, das Team von Trainer-Ikone Ettore Messina schien ungefährdet zu sein. Bayern ließ aber nicht locker, 14 Sekunden vor Schluss war nach Wade Baldwins Treffer zum 89:91 die Sensation wieder greifbar, konnte aber nicht umgesetzt werden.

Zuvor hatte der deutsche Spieler Tibor Pleiss mit seinem türkischen Team Anadolu Istanbul Spiel fünf gegen Real Madrid 88:83 gewonnen und damit das Kölner Finalturnier (28. bis 30. Mai) erreicht. Dort trifft Anadolu auf ZSKA Moskau, das nach drei Siegen über Fenerbahce Istanbul frühzeitig die Teilnahme am Final Four erreicht hatte. Den letzten Startplatz sicherte sich der FC Barcelona durch ein 79:53 im entscheidenden Duell gegen Zenit St. Petersburg, Barca trifft nun auf die Bayern-Bezwinger.

Quelle: sid/dpa
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