Bahnradfahrer nach EM

Der nächste Höhepunkt steht an

17.08.2022
, 16:11
Erfolgreich in München: Gold-Sprinterin Lea Sophie Friedrich
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Die überaus erfolgreiche Heim-Europameisterschaft in München ist für die deutschen Bahnradfahrer abgehakt. Für die anstehende WM sieht der Verband noch Luft nach oben.
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Gold-Sprinterin Lea Sophie Friedrich fieberte dem Wiedersehen mit Oma an der Ostsee entgegen, Theo Reinhardt freute sich über „positiven Stress“ bei einer bevorstehenden Einschulung in der Familie, Maximilian Dörnbach brach zur Auszeit mit Freunden am Chiemsee auf. Ruhe, Entspannung und Krafttanken stand für die deutschen Bahnrad-Asse nach der intensiven und überaus erfolgreichen Heim-Europameisterschaft in München auf dem Programm. Bitter nötig ist die Pause, denn in weniger als zwei Monaten steht der eigentliche Saisonhöhepunkt an: die Weltmeisterschaften in Paris (12. bis 16. Oktober).

Nach den herausragenden Auftritten mit 13 Medaillen und acht Titeln sollte die Zuversicht groß sein. Von der Dominanz in München will man sich beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR) aber nicht blenden lassen. „Wir haben uns sehr gut präsentiert und sind zufrieden“, sagte Sportdirektor Patrick Moster, „man muss das Ergebnis aber relativieren.“

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Gemeint war etwa der Sprint-Bereich bei den Männern. Im Keirin, bei dem Dörnbach am Dienstag Silber gewann, fehlten etwa die Niederländer Jeffrey Hoogland und Harrie Lavreysen. Die Olympiasieger und Weltmeister sind im Kurzzeitbereich das Maß der Dinge, gewannen in München den Teamsprint, entschieden sich dann aber gegen weitere Starts – wegen Sicherheitsbedenken.

Denn das international ungewohnte 200-Meter-Oval in den Münchner Messehallen war technisch äußerst anspruchsvoll. Das BDR-Team bereitete sich dafür auf der Bahn in Augsburg vor. Ein Aufwand, der sich lohnte. Andere Nationen reisten deutlich weniger vorbereitet an.

© Eurosport

Bei den kommenden Highlights geht es wieder auf die klassische 250-Meter-Bahn. München, so Moster, habe aufgezeigt, „woran wir noch arbeiten müssen“. Insbesondere in den Massendisziplinen im Kurzzeit- und Ausdauerbereich müsse man schauen, noch einen Schritt nach vorne zu machen: „Das gilt insbesondere für die zweite Reihe.“

Eine Herausforderung – speziell mit Blick auf die Sommerspiele 2024 in Paris – ist die Entwicklung der Mannschaftsverfolgung. Der Gold-Vierer von Tokio etwa bestritt in München mit dem Rücktritt von Lisa Brennauer sein letztes Rennen. Brennauer hinterlasse „eine Lücke, die der deutsche Radsport nicht schließen kann“, sagte Moster.

Als Ersatz steht Laura Süßemilch bereit. Die 25-Jährige erholt sich derzeit aber von einem schweren Sturz bei der Tour de France. Bei den Männern ist die Besetzung für Paris 2024 noch völlig offen. Das Grundgerüst des BDR-Aufgebots von München wird um olympische Medaillen kämpfen. Edelmetall im Sprintbereich der Frauen ist fest eingeplant. Dreifach-Europameisterin Emma Hinze (Teamsprint, Zeitfahren, Sprint) und Doppel-Europameisterin Friedrich (Teamsprint, Keirin) dominierten mit vier Titeln.

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Quelle: sid
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