Diamond-League-Finale

Olympiasiegerin Mihambo enttäuscht in Zürich

08.09.2021
, 20:45
Reicht nicht: Malaika Mihambo verpasst in Zürich das Podium.
Malaika Mihambo beendet den letzten großen Leichtathletik-Höhepunkt der Saison mit einer enttäuschenden Leistung. Beim Finale der Diamond League reichte es für die Weitsprung-Olympiasiegerin nur zu Rang fünf.

Olympiasiegerin Malaika Mihambo hat vor dem Züricher Opernhaus beim Diamond-League-Finale im Weitsprung eine Enttäuschung erlebt. Die 27 Jahre alte Leichtathletin von der LG Kurpfalz kam am Mittwoch mit ihrem besten Sprung nur auf 6,65 Meter und erreichte den fünften Rang. „Das Ergebnis ist sehr schade“, sagte die Welt- und Europameisterin. Allerdings plagte sie eine Fersenprellung. „Nach den Tokio-Spielen konnte ich nur eine Technik-Einheit machen.“

Mit dem schwachen Abschneiden entging Mihambo nicht nur die Siegprämie von 30.000 Dollar, sondern auch der mit einem Disziplinerfolg verbundene Startplatz für die Weltmeisterschaften im Juli 2022 in Eugene/USA. Bisher schaffte sie nur bei den Tokio-Spielen mit dem goldenen Sprung in dieser Saison die Sieben-Meter-Marke. Vielleicht gelingt ihr am Sonntag beim Istaf in Berlin noch ein weiterer. Mit 6,96 Metern sprang die Olympia-Vierte Ivana Spanovic (Serbien) auf den ersten Platz. Der US-Amerikaner Steffin McCarter war der Beste bei den Männern mit 8,15 Metern.

Mit der Weltbestleistung von 2,05 Metern sicherte sich die als neutrale Athletin gestartete russische Olympiasiegerin Marija Lasitskene den Sieg im Hochsprung. Zweite wurde Jaroslawa Mahutschich aus der Ukraine (2,03 Meter) vor der Australierin Nicola McDermott (2,01).

Eine Klasse für sich war einmal mehr im Kugelstoßen Ryan Crouser. Der amerikanische Olympiasieger von 2016 und 2021 sowie Weltrekordler machte mit 22,67 Metern abermals den weitesten Stoß. Wie bei den Tokio-Spielen kam Landsmann Joe Kovas (22,29 Meter) auf Platz zwei vor dem Serben Armin Sinacevic (21,86). Auch bei den Frauen gab es einen amerikanischen Erfolg durch Maggie Ewen mit 19,41 Metern.

Auf der mit 560 Metern längsten bisher mobilen Laufbahn der Welt um das Opernhaus herum rannte Francine Niyonsaba aus Burundi in 14:28,98 Minuten über 5000 Meter als Erste ins Ziel. Die Olympia-Zweite Hellen Obiri (Kenia/14:29,68) musste sich mit Rang zwei begnügen. Die Olympia-Achte Konstanze Klosterhalfen (Leverkusen) qualifizierte sich nicht für das Finale dieser Leichtathletik-Premiumserie. Bei den Männern war der äthiopische Olympia-Vierte Berihu Aregawi in 12:58,65 Minuten der Schnellste.

Die Schweizer Organisatoren haben sich die spektakuläre Austragung der ersten sieben von 32 Wettbewerben mitten in Zürich rund eine Million Euro kosten lassen. Am Donnerstag werden die weiteren 25 Wettbewerbe im Letzigrund Stadion ausgetragen.

Quelle: dpa
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