Nach Feueralarm in der Halle

Deutsches Eishockey-Team besiegt auch Dänemark

Von Bernd Schwickerath, Helsinki
19.05.2022
, 20:27
Hielten die dänischen Profis in Schach: die deutschen Nationalspieler um Jonas Müller (Mitte)
Wegen eines Feuers in der Halle startet die Partie mit Verspätung – doch die deutschen Eishockey-Profis lassen sich davon nicht verunsichern. Das WM-Viertelfinale ist zum Greifen nah.
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Philipp Grubauer brauchte am Donnerstagabend in Helsinki nicht viele Worte: „Überzahl überragend, Unterzahl gut und Fünf-gegen-fünf sehr gut“, beschrieb der Torhüter den 1:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark – den dritten Sieg nacheinander bei der Eishockey-WM in Finnland. Drei Spiele vor dem Ende der Gruppenphase ist das Viertelfinale damit zum Greifen nah. Und das lag eben auch an Grubauer, der bereits beim 2:1 gegen die Slowakei stark gehalten hatte. Von den letzten 47 Schüssen, die bei dieser WM auf sein Tor flogen, hielt er 46.

Das war ein gelungener Abschluss eines Tages, bei dem zuvor längst nicht alles nach Wunsch gelaufen war – vor allem personell: Offensivstar Tim Stützle war nicht rechtzeitig fit geworden, und auch Lukas Reichel und Leon Gawanke konnten nicht mitmachen. Zwar waren die beiden Nordamerika-Profis am Nachmittag in Helsinki eingetroffen, ein Einsatz kam aber zu früh. Erst an diesem Freitag (15.20 Uhr/ Sport1 und MagentaSport) gegen Italien können sie spielen.

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IIHF: keine Verletzten

Dann soll es wieder pünktlich losgehen, am Donnerstag musste das Spiel kurzfristig in den Abend verschoben werden. Grund war ein kleines Feuer. In einer Kabine soll ein Kabel gebrannt haben, weswegen knapp 30 Minuten vor dem geplanten Beginn Teams, Offizielle, Fans und Reporter die Halle verlassen und mehr als eine Stunde warten mussten.

In der Zwischenzeit rückte die Feuerwehr an, brachte die Lage schnell unter Kontrolle. Verletzt habe sich niemand, teilte der Weltverband IIHF mit. Und dennoch war das ärgerlich für die Beteiligten. „Man hat sich perfekt warm gemacht, der Fokus ist komplett aufs Spiel, dann kommt so in eine Unterbrechung, dann geht das Spiel auf Zuruf los“, sagte Kapitän Moritz Müller, der darin auch den Grund sah, warum zunächst wenig passierte.

Insgesamt blieb es ein recht ereignisarmes Spiel. Was aber durchaus im Sinn von Bundestrainer Toni Söderholm war. Der hatte vorher gefordert, den Dänen „ihr Tempo wegzunehmen“. Das tat die deutsche Mannschaft, indem sie viele Passbahnen zustellte und die Mitte zumachte. Das ging zwar auf Kosten eigener Offensivaktionen, aber damit konnten alle Beteiligten leben.

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Erst im zweiten Abschnitt wurde es offener, folglich passierte mehr vor den Toren. Grubauer musste einige Male sein ganzes Können aufbieten. Auf der Gegenseite wurde es immer dann gefährlich, wenn das DEB-Team in Überzahl war. Im ersten Powerplay traf Marcel Noebels die Latte, im zweiten schoss Marc Michaelis zum 1:0 (33. Minute) ein. Danach konzentrierten sich die Deutschen noch mehr auf die Defensive. Torszenen gab es nicht mehr viele, und wenn doch etwas durchkam, war eben Grubauer zur Stelle.

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Quelle: F.A.Z.
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