Deutschland bei Volleyball-EM

Hartes Stück Arbeit vor dem Achtelfinale

09.09.2021
, 19:28
Moritz Reichert in Aktion: Deutschland wird Zweiter in seiner Vorrundegruppe
Die deutschen Volleyballspieler haben die Gruppenphase der Europameisterschaft mit einem Erfolg abgeschlossen. Beim Abschied aus dem Baltikum tat sich der EM-Zweite von 2017 aber schwer.

Die deutschen Volleyballer haben die Gruppenphase der Europameisterschaft mit einem Erfolg abgeschlossen, dabei aber unnötig viel Kraft gelassen. Die Mannschaft von Bundestrainer Andrea Giani setzte sich am Donnerstag in Tallinn erst im Tiebreak mit 3:2 (25:20, 25:17, 25:27, 25:27, 15:9) gegen die Slowakei durch und schaffte damit den vierten Sieg im fünften Spiel.

Für das Achtelfinale im tschechischen Ostrava war die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) schon vorher qualifiziert. Dort trifft sie als Tabellenzweiter der Gruppe D am Sonntag (19 Uhr) auf Bulgarien, das Dritter der Gruppe B wurde.

Nach dem schwer erkämpften Erfolg über die Slowakei war die Stimmung allerdings gedämpft. „Wir haben es uns selbst schwer gemacht. Es ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Starspieler Georg Grozer: „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht.“

Beim Abschied aus dem Baltikum tat sich der EM-Zweite von 2017 schwer. Obwohl sie die ersten beiden Sätze souverän gewannen, leisteten sich die Deutschen in der Saku Suurhall im Aufschlag mehr als 30 Fehler und wirkten ab dem dritten Satz unkonzentriert. Die Slowaken witterten ihre Chance. Das Team von Trainer Marek Kardos hätte für das Weiterkommen einen Sieg gebraucht. Ein Angriff ins Aus von Außen Moritz Reichert ermöglichte den Anschluss. Danach blieb es eng, die Slowaken wehrten im vierten Abschnitt zwei Matchbälle ab, bevor sie die Verlängerung erzwangen. In dieser zeigte das deutsche Team wieder eine stabilere Leistung.

Nach zwei Partien Pause war Grozer wieder in die Startformation zurückgekehrt und am Ende mit 24 Zählern abermals Topscorer. Der Italiener Giani hatte einigen seiner Stammspieler zuletzt Erholung gegönnt, wollte ihnen aber rechtzeitig vor dem Charterflug zu den K.o.-Duellen die Möglichkeit geben, wieder in den Rhythmus zu finden.

Für die deutsche Mannschaft war in der Gruppenphase nur das Duell mit Olympiasieger Frankreich verloren gegangen. „Wir sind ziemlich gut auf Kurs“, hatte Außenangreifer Christian Fromm vor dem Slowakei-Spiel gesagt: „Wir können definitiv so weitermachen“. Auch Giani äußerte sich zufrieden: „Insgesamt waren die ersten Spiele positiv.“

Quelle: sid/dpa
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