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Neue Rennstrecken

Formel 1 wohl in Hanoi und Miami

 - 14:13

Die Formel 1 könnte im kommenden Jahr ihre Premiere in Miami und Hanoi feiern. Zudem soll eine Rückkehr nach Buenos Aires möglich sein. Das berichtet „Auto, Motor und Sport“. Dabei wäre Miami für die Königsklasse des Rennsports ebenso Neuland wie Hanoi. In Buenos Aires fanden bisher 21 Formel-1-Rennen statt, das bislang letzte 1998. Dort sind dem Fachmagazin zufolge aber die Finanzierung der Streckenumbauten und des Startgeldes noch nicht geklärt.

Nach Austin in Texas wäre die Metropole Floridas der zweite Standort in den Vereinigten Staaten. Dort und in Hanoi würde jedoch auf einem Stadtkurs gefahren werden, wie es beispielsweise in Monaco und Singapur bereits der Fall ist. Eine Bestätigung der Aufnahme beider neuen Strecken steht allerdings noch aus. Ebenso, ob Miami und Hanoi als zusätzliche Rennen veranstaltet oder dafür andere Strecken gestrichen werden.

„Mit hoher Wahrscheinlichkeit“ würden die beiden Städte nächstes Jahr Teil des Kalenders sein, berichtete „ams“. Die Streckenführung des neuen Kurses in Hanoi soll demnach vom Internationalen Automobilverband FIA bereits abgenommen worden sein. Der geplante Stadtkurs in Miami werde am ersten März-Wochenende inspiziert, schrieb das Fachmagazin.

In diesem Jahr stehen bereits 21 Grand Prix vom 25. März bis 25. November auf dem Programm. Die Formel-1-Verantwortlichen stellten bereits in Aussicht, den Kalender über diese 21 Rennen hinaus ausweiten zu wollen. Auch eine Kostenreduzierung und mehr Spannung sind Teil dieser Planung. Noch im ersten Halbjahr 2018 wird dafür ein Plan zur Zukunft der Motorsport-Rennserie vorgelegt.

In dessen Mittelpunkt sollen bezahlbare Budgets und mehr Unterhaltung in den Rennen stehen. „Wir könnten einen faszinierenden Sport mit hochkomplexen Autos für weniger als die Hälfte des Geldes haben, das heute an der Spitze ausgegeben wird. Und keiner würde es merken“, sagte Formel-1-Direktor Ross Brawn in einem Interview mit „ams“.

2021 müsse dieser Plan stehen, betonte der 63-Jährige, der nach dem Besitzerwechsel vor einem Jahr im Vorstand der Formel 1 ist. Um welchen finanziellen Rahmen es sich handeln soll, verriet Brawn nicht. Seit Jahren wird über eine Kostenreduzierung diskutiert. Auf eine konkrete Obergrenze konnten sich die Beteiligten nie einigen.

Auf eine reduzierte Rennserie müssten sich die Fans bei geringeren Ausgaben aber nicht einstellen, meinte Brawn. „Überhaupt nicht. Wir wollen, dass die Autos attraktiv und spektakulär aussehen. Dafür braucht es entsprechende Regeln.“ Man wolle nicht, dass der Ausgang der Rennen vorhersehbar sei.

„Perfektion und Berechenbarkeit killen jede Unterhaltung. Und darunter leidet der Sport heute“, sagte Brawn. Dass mittlerweile kaum noch Autos während eines Rennens ausfallen würden, sei zwar eine großartige technische Leistung, „aber leider erzählt das keine Geschichten. Was gab es früher für herzzerreißende Szenen, wenn ein Auto in den letzten Runden stehen geblieben ist.“

Quelle: jaeh./dpa
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