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FAZ plus ArtikelAmerikanische Galopp-Rennbahn

29 rätselhafte Todesfälle

Von Jürgen Kalwa, New York
 - 08:36
Galopp-Rennbahn im Santa Anita Park: Ist das Geläuf Schuld?zur Bildergalerie

Die mysteriöse Serie begann Ende Dezember nach einem Rennen auf der Sandbahn. Ein vierjähriger Vollblut-Wallach namens Psychedelicat hatte sich beim achtzehnten Start seiner Karriere eine Beinverletzung zugezogen und musste eingeschläfert werden. In der Woche darauf traf es in einem Rennen, diesmal auf dem inneren Oval aus Gras, gleich zwei Pferde: den Wallach Tank Team und den Hengst Unusual Angel. Die Bilanz im Santa Anita Park, einer ausgedehnten Anlage außerhalb von Pasadena, sieht seitdem verheerend aus. Nachdem man im Januar insgesamt zehn Todesfälle verzeichnet hatte – sieben bei Rennen und drei beim Training – starben im Februar acht Pferde, davon fünf während des Trainings.

Der erste Verdacht konzentrierte sich auf Probleme mit dem Geläuf. Das wurde deshalb Ende Februar von einem Spezialisten von der Universität Kentucky tagelang gründlich inspiziert, während man den Pferden eine Auszeit gab. Der Fachmann gab, nachdem er Bodenproben entnommen und die Erde überall auf dem 1,6 Kilometer langen Bahn mit speziellen Radartests untersucht hatte, der Mischung aus Sand, Lehm und Schluff das Gütesiegel „hundert Prozent bereit“. Sie sei weder zu fest noch zu weich. Doch kurz darauf ging das Sterben weiter. Inzwischen ist die Zahl der Todesfälle auf 29 angeschwollen. Zuletzt brachen innerhalb von 24 Stunden der vierjährige Wallach Formal Dude und die dreijährige Stute Truffalino in ihren Rennen kurz vor dem Ziel zusammen. Kein Wunder, dass die staatliche kalifornische Rennaufsicht zu intervenieren versucht. Sie forderte die Eigentümer der Anlage auf, den gesamten Betrieb einzustellen. Aber da das Gremium juristisch ohne Zustimmung der Hausherren keine Restriktionen durchsetzen kann, versandete der Appell.

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Quelle: F.A.Z.
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