Europameisterin Lückenkemper

Nach dem Gold-Lauf geht es ins Krankenhaus

17.08.2022
, 09:27
„Ich kann das alles noch gar nicht so richtig fassen“: Gina Lückenkemper
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Sprinterin Gina Lückenkemper kann ihr Glück kaum fassen. Über 100 Meter gewinnt sie bei der Leichtathletik-EM in München. Doch vor der Party im Hotel muss sie einen kleinen Umweg einlegen.
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Die neue 100-Meter-Europameisterin Gina Lückenkemper hat einen kurzen Umweg in ein Münchner Krankenhaus machen müssen. „Mission Händchenhalten war erfolgreich“, schrieb die 25-Jährige bei Instagram. „Darf wieder zurück ins Hotel.“ Der Deutsche Leichtathletik-Verband logiert im Münchner Norden, nicht weit entfernt vom Olympiastadion.

Lückenkemper hatte dort bei der Leichtathletik-EM in München den ersten Titel einer deutschen Frau über 100 Meter seit dem von Verena Sailer im Jahr 2010 in Barcelona bejubelt und war unmittelbar nach dem Zieleinlauf gestürzt. Wegen einer Wunde am Oberschenkel musste sie danach ins Krankenhaus, wo diese nach Angaben des deutschen Verbandes mit acht Stichen genäht wurde.

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„Ich bin überglücklich“

„Ich weiß noch nicht genau, woher die Wunde kommt. Ob vom Sturz oder etwas anderem. Aber mir geht es gut. Ich bin überglücklich und kann das alles noch gar nicht so richtig fassen“, sagte Lückenkemper, nachdem sie um 1.10 Uhr im Teamhotel in München eingetroffen und vom Rest der deutschen Mannschaft mit großem Jubel empfangen worden war.

Vier Jahre nach ihrem EM-Silber hatte sie zuvor in 10,99 Sekunden hauchdünn vor der zeitgleichen Schweizer Hallenweltmeisterin Mujinga Kambundji gewonnen. Dritte wurde die Britin Daryll Neita, die nur eine Hundertstelsekunde langsamer war. „Ich werde noch ein bisschen brauchen, um das alles zu verarbeiten“, sagte Lückenkemper in der ARD.

© Youtube

Ob Lückenkempers Start in der 4x100-Meter-Staffel am Schlusstag der Heim-EM in München gefährdet ist, ließ sich am Dienstagabend noch nicht absehen. Am Sonntag peilt das Quartett des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) mit Tatjana Pinto (Wattenscheid), Alexandra Burghardt (Burghausen), Lückenkemper (Berlin) und Rebekka Haase (Wetzlar) nach WM-Bronze auch eine EM-Medaille an.

Lückenkemper berichtete nach ihrem Titelgewinn auch, dass ihr Start im Endlauf am Dienstagabend zwischenzeitlich gefährdet gewesen sei. Die 25-Jährige war zum Halbfinale bei der Leichtathletik-EM mit einem blauen Tape am hinteren linken Oberschenkel angetreten. Erst ihr Trainer habe sie dann von der Teilnahme am Endlauf überzeugt.

Die Zahlen zum Glück: 10,99 Sekunden reichen zu Platz 1 über 100 Meter.
Die Zahlen zum Glück: 10,99 Sekunden reichen zu Platz 1 über 100 Meter. Bild: AP

Mit der deutschen Sprint-Staffel hatte Lückenkemper zuletzt für eine von nur zwei deutschen Medaillen bei den Weltmeisterschaften in Eugene gesorgt und sich danach gegen Kritik an der deutschen Leichtathletik zur Wehr gesetzt. Als Antwort auf die Kritik wollte sie ihren EM-Triumph nicht sehen. „Nein, keinesfalls. Es war einfach eine Gina Lückenkemper, die unfassbar viel Spaß hatte“, sagte die gebürtige Westfälin und lobte die Atmosphäre im Münchner Olympiastadion. Schon vor vier Jahren in Berlin habe eine solche Stimmung sie sehr motiviert.

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Quelle: tora./dpa
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