Leichtathletik-Finals

Lückenkemper und Pudenz sorgen für Glanzlichter

25.06.2022
, 22:08
Gina Lückenkemper (rechts) von SSC Berlin feiert ihren Sieg.
In 10,99 Sekunden stürmte Gina Lückenkemper für den SSC Berlin über 100 Meter und schrammte damit nur um vier Hundertstelsekunden an ihrer Bestzeit vorbei. Der Diskuswerferin Kristin Pudenz gelang hingegen ein neuer Rekord.
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Gina Lückenkemper ist unter der Marke von elf Sekunden zu ihrem dritten deutschen Meistertitel über 100 Meter gestürmt und hat vier Jahre nach EM-Silber abermals bewiesen, dass sie wieder in alter Form ist. In 10,99 Sekunden fehlten der 25-Jährigen bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am Samstag in Berlin nur vier Hundertstelsekunden zu ihrer Bestleistung.

„Ich liebe das Olympiastadion, ich liebe das Publikum hier. Das ist was ganz Besonderes für mich“, sagte die für den SCC Berlin startende gebürtige Westfälin. Nach Verletzungen und Problemen durch die Corona-Pandemie ist Lückenkemper nun rechtzeitig vor WM und EM wieder so schnell wie zuvor. Die letztjährige Doppelmeisterin Alexandra Burghardt hatte nach dem Einlaufen angeschlagen auf einen Start über die 100 Meter verzichtet. Burghardt hatte im Februar bei den Olympischen Winterspielen Silber im Bob geholt.

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Vierter Deutscher Titelgewinn für Pudenz

Ein nahes Gewitter und dunkle Wolken begannen sich gerade zu verziehen, als Deutschlands beste Diskuswerferin Kristin Pudenz zuvor das erste Glanzlicht setzte. Als es nach gut halbstündiger Wartezeit am Nachmittag weiterging, schleuderte die Olympia-Zweite die Scheibe auf 67,10 Meter – eine persönliche Bestleistung. Bei den Tokio-Spielen hatte Pudenz mit 66,78 Metern ihre bis dahin beste Weite geschafft. „Das habe ich direkt gemerkt. Ich hoffe, dass es noch ein bisschen weiter geht“, sagte Pudenz über ihren besten Wurf.

Damit bestätigte die 29-Jährige bei ihrem vierten deutschen Titelgewinn abermals, dass sie bei den Weltmeisterschaften in Eugene in den USA in drei Wochen zum überschaubaren Kreis der deutschen Medaillenhoffnungen zählt. Das gilt auch für die Europameisterschaften ab dem 15. August in München.

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In einem hochklassigen Wettbewerb wurde Shanice Craft aus Halle mit 64,64 Metern Zweite, Lokalmatadorin Julia Harting kam mit 64,34 Metern auf Rang drei. Claudine Vita aus Neubrandenburg belegte Rang vier mit 63,36 Metern.

In Abwesenheit des an der Schulter verletzten Johannes Vetter verteidigte Julian Weber seinen Titel im Speerwurf. Der Mainzer gewann mit guten 86,61 Metern. Ex-Champion Andreas Hofmann kam mit enttäuschenden 76,33 Metern nur auf Rang drei. Rio-Olympiasieger Thomas Röhler, im Vorjahr lange durch eine Rückenverletzung ausgebremst, wurde mit nur 71,81 Metern lediglich Fünfter. Der 30-Jährige aus Jena ist zwar als Europameister von 2018 für die Heim-EM qualifiziert, hat aber die Norm für die WM vom 15. bis 24. Juli nicht erfüllt.

Während auch Langstrecklerin Konstanze Klosterhalfen, Hindernisläuferin Gesa Krause und Speerwerferin Christin Hussong derzeit nicht fit sind, zeigte Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre eine starke Vorstellung. Der 23 Jahre alte Leverkusener holte mit persönlicher Bestleistung von 5,90 Metern seinen vierten deutschen Meistertitel. Der WM-Vierte ließ Titelverteidiger Oleg Zernikel und Torben Blech, die jeweils 5,70 Meter schafften, keine Chance.

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„Das war ein Zwischenstopp. Ich will noch ein bisschen Progression, dass es noch mehr nach oben geht. Ich freue mich auf alles, was kommt“, sagte Lita Baehre mit Blick auf WM und EM.

Quelle: dpa
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