Deutschland Tour

Nils Politt streift sich rotes Trikot über

28.08.2021
, 17:10
Der Deutsche Nils Politt vom Team Bora-Hansgrohe bejubelt seinen Etappensieg.
Nils Politt lässt Erinnerungen an die Tour de France wach werden. Er siegt im Alleingang auf der dritten Etappe der Deutschland Tour. Nun winkt der Gesamtsieg am Sonntag.
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Nils Politt breitete die Arme aus und klopfte sich kraftvoll auf die Brust. Wie bei seinem Coup bei der Tour de France vor rund sieben Wochen feierte der Kölner auch bei der Deutschland Tour einen Etappensieg und darf nun sogar vom Gesamterfolg träumen. Politt holte sich am Samstag auf dem dritten Teilstück nach 193,8 Kilometern von Ilmenau nach Erlangen im Alleingang den Sieg auf der dritten Etappe. Der 27-Jährige siegte mit elf Sekunden vor dem Belgier Dylan Teuns und übernahm damit bei der viertägigen Rundfahrt durch die Heimat auch das Rote Trikot des Gesamtersten.

„Eigentlich wollte ich um die Bonus-Sekunden sprinten. Auf einmal war dann die Lücke da und dann war ich auf einmal weg mit Dylan. Ich bin natürlich superhappy, meine zweite Etappe bei der Deutschland Tour zu gewinnen“, sagte Politt dem ZDF. Mit seinem Ausreißercoup verdrängte der Bora-hansgrohe-Profi seinen Teamkollegen Pascal Ackermann an der Spitze der Gesamtwertung. Bereits 2018 in Stuttgart konnte Politt als Ausreißer einen Tagesabschnitt der Deutschland Tour gewinnen.

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Altmeister André Greipel sprintete vor Ackermann auf Platz drei. John Degenkolb wurde Fünfter, gefolgt vom britischen Tour-de-France-Rekordetappensieger Mark Cavendish. „Zwei Etappen haben wir mit Pascal und mir jetzt gewonnen, das ist natürlich ganz gut. Wir müssen es morgen irgendwie versuchen, nach Hause bringen“, sagte Politt, der vor dem Schlusstag mit acht Sekunden vor Ackermann führt. Dritter ist zehn Sekunden zurück Phil Bauhaus (Bocholt).

Die Flucht endet vor dem Ziel

Lange Zeit bestimmt wurde die vom wechselhaften Wetter begleitete Etappe von eine vier Fahrer starken Spitzengruppe, die sich nach dem Start in Ilmenau an der ersten Bergwertung des Tages am Thüringer Rennsteig gebildet hatte. Tapfer kämpfte sich das Quartett, darunter auch Henri Uhlig vom deutschen Nationalteam, durch den Regen von Thüringen nach Bayern. Letztlich hatten sie dem Tempodiktat des Feldes aber nichts entgegenzusetzen. Vor allem der Tour-de-France-Vierte von 2019, Emanuel Buchmann, spannte sich bei teilweise strömenden Regen immer wieder vor das Feld, um den vier Ausreißern nicht zu viel Abstand zu gewähren – was sich später durch den Triumph durch seinen Teamkollegen Politt bezahlt machen sollte.

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„Wir haben heute den ganzen Tag mit Emanuel Buchmann vorne gearbeitet und die anderen Teams haben uns unterstützt“, sagte Enrico Poitschke, Sportlicher Leiter bei Bora-hansgrohe, während der Etappe dem ZDF. So war die Flucht dann für Uhlig und Co. rund neun Kilometer vor dem Ziel auf der Schlussrunde in Erlangen beendet. Kurz danach versuchte sich dann eine Gruppe um Politt beim letzten Zwischensprint des Tages abzusetzen – mit Erfolg.

Die finale Entscheidung der im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie nicht ausgetragenen Deutschland Tour fällt am Sonntag in Nürnberg. Dort endet nach 156,3 Kilometern die zuvor in Erlangen gestartete vierte Etappe. Viele ruppige Steigungen durch die Fränkische Schweiz warten dann auf Politt und seine Mitstreiter. Insgesamt haben die Radprofis dann 720,5 Kilometer vom Start in Stralsund zurückgelegt.

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Außenseiter Eiking bei der Vuelta weiter vorn

Außenseiter Odd Christian Eiking hat sein Rotes Trikot des Gesamtersten bei der 76. Spanien-Rundfahrt auch in den Bergen überraschend verteidigt. Der Norweger verlor bei der Bergankunft auf der 14. Vuelta-Etappe am Samstag nur 20 Sekunden auf Titelverteidiger und Topfavorit Primoz Roglic. Den Tagessieg holte sich nach 165,7 Kilometern von Don Benito nach Pico Villuercas der frühere Tour-de-France-Zweite Romain Bardet, der im Alleingang vor den weiteren Ausreißern Jesus Herrada (Spanien) und Jay Vine (Australien) gewann.

Auf dem 14,4 Kilometer langen Schlussanstieg mit durchschnittlich 6,3 Prozent Steigung kämpfte Eiking, der auf der zehnte Etappe die Führung übernommen hatte, aufopferungsvoll um sein Rotes Trikot. In der Gesamtwertung liegt er nun 54 Sekunden vor dem Franzosen Guillaume Martin und 1:36 Minuten vor Roglic. (dpa)

Quelle: dpa
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