Paris-Roubaix für Frauen

Brennauer Vierte beim ersten Monument

02.10.2021
, 17:29
Sieg nach 80-Kilometer-Solo: Elisabeth Deignan
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Bei der überfälligen Premiere des Rad-Klassikers Paris-Roubaix für Frauen verpasst Lisa Brennauer nur knapp einen Platz auf dem Siegerpodest. Den ersten Sieg sichert sich eine Ausreißerin.
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Lisa Brennauer hat bei der historischen Frauen-Premiere des Rad-Klassikers Paris-Roubaix einen Erfolg für die Geschichtsbücher knapp verpasst. Die Bahn-Olympiasiegerin belegte beim Rennen über das legendäre Kopfsteinpflaster der „Hölle des Nordens“ am Samstag den vierten Rang. „Es war sehr glatt, es lag viel Schlamm und Matsch auf den Kopfsteinpflasterpassagen“, sagte Brennauer: „Ich bin ein kleines bisschen enttäuscht, dass ich Vierte geworden bin und bei der ersten Edition nicht auf dem Podium stehen darf.“

125 Jahre nach der Roubaix-Premiere der Männer im Jahr 1896 ging der Sieg nach 116,4 Kilometern an Elizabeth Deignan. Die Britin vom Team Trek-Segafredo feierte den Erfolg im Velodrom von Roubaix nach einem herausragenden 80-Kilometer-Solo. Zweite wurde die dreimalige Weltmeisterin Marianne Vos aus den Niederlanden (Jumbo-Visma/+1:17) vor Deignans Teamkollegin Elisa Longo Borghini (Italien/+1:47). Brennauer lag 1:51 Minuten zurück. Franziska Koch aus Mettmann (DSM/2:10) wurde Siebte.

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Insgesamt mussten die Frauen 29,2 Kilometer auf den gefürchteten Pave-Sektoren absolvieren. Brennauer führte die Verfolgergruppe lange an, oft fuhr sie an der Spitze auf das Kopfsteinpflaster und reduzierte dadurch die Gefahr von Stürzen. Deignan ließ sich letztlich aber nicht mehr einholen.

Brennauer (Team Ceratizit-WNT) hatte der überfälligen Erstausgabe von „Paris-Roubaix Femmes“ entgegengefiebert. Für die Entwicklung des Frauen-Radsports sei das Rennen „ein wichtiger Schritt nach vorne. Es ist ein Rennen mit einem sehr, sehr hohen Stellenwert, ein richtiges Monument“, hatte sie vorab dem SID gesagt: „Es ist mit keinem Radrennen auf der Welt in Vergleich zu setzen.“

Am Sonntag starten die Männer in die erste Roubaix-Ausgabe seit über zwei Jahren. Die Fahrer um Nils Politt (Bora-hansgrohe), Zweiter bei der bislang letzten Austragung im Frühjahr 2019, sowie der frühere Champion John Degenkolb (Lotto-Soudal) müssen 257,7 Kilometer zwischen Compiegne und Roubaix bewältigen. Die Pave-Sektoren haben eine Länge von insgesamt 55 Kilometern.

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Paris-Roubaix war im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. In diesem Jahr wurde der Termin aus dem Frühjahr in den Herbst verlegt.

Quelle: sid
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