<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
Pasquale Passarelli

Ringer-Olympiasieger drohen knapp fünf Jahre Haft

Aktualisiert am 29.01.2019
 - 13:43
In gefährlicher Lage: 1984 gewann Pasquale Passarelli (unten) gegen den Japaner Masaki Ito Gold, nun steht sein härtester Kampf vor Gericht bevor.
Pasquale Passarelli ist wegen seiner Brücke von Los Angeles eine der größten Legenden im deutschen Ringen. Nun werden dem Olympiasieger bandenmäßiger Anbau und Handel von Betäubungsmitteln vorgeworfen.

Ringer-Olympiasieger Pasquale Passarelli soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für vier Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Dieses Strafmaß forderte Staatsanwältin Gabriele Werner am Dienstag bei ihrem Plädoyer im Strafprozess vor dem Landgericht im pfälzischen Frankenthal. Zuvor war die Beweisaufnahme von Richter Karsten Sauermilch geschlossen worden. Das Urteil wird laut Sauermilch allerdings wohl nicht wie geplant am Dienstag fallen.

Passarelli ist zusammen mit zwei weiteren Männern wegen des Anbaus, der Herstellung und des Handels mit Betäubungsmitteln als Mitglied einer Bande angeklagt. Für die beiden Mitangeklagten des 61 Jahre alten Goldmedaillengewinners von 1984 verlangte Werner acht beziehungsweise sieben Jahre Haft.

Passarellis Verteidiger Roman Schweitzer forderte einen Freispruch für seinen Mandanten. Laut dem Anwalt sei „keine Bandenabrede nachweisbar“. Es handele sich vielmehr um „Mutmaßungen und Unterstellungen“.

Dass Passarelli nicht an den Straftaten beteiligt gewesen sei, hält die Staatsanwaltschaft nach dem Prozessverlauf für unglaubwürdig. „Welchen Schluss soll man ziehen als den, dass Herr Passarelli sein Mitwirken hatte“, sagte Werner.

Die Einlassungen von Passarellis Mitangeklagten, wonach der frühere Ringer nichts mit den Drogengeschäften zu tun gehabt habe, sind nach Ansicht der Staatsanwältin als Freundschaftsdienste zu sehen. „Herr Passarelli spielte eine untergeordnete Rolle, er hat Hilfestellungen geleistet. Dennoch spricht alles für eine kriminelle Energie“, äußerte Werner.

Passarelli, früherer Welt- und Europameister im Bantamgewicht, war im April 2018 festgenommen worden. Bis Mitte Dezember saß er im pfälzischen Zweibrücken in Untersuchungshaft. Bei einem der beiden mutmaßlichen Komplizen Passarellis war im badischen Östringen eine Cannabis-Plantage mit 841 Pflanzen entdeckt worden. Laut Polizei hielt sich Passarelli an 58 von 84 observierten Tagen in dem Haus in Östringen auf.

Die Brücke von Los Angeles

Der im italienischen Gambatesa geborene Passarelli, der im Alter von sechs Jahren mit seiner Familie nach Ludwigshafen übersiedelte, wurde durch den Kampf um Gold in Los Angeles gegen den japanischen Weltmeister Masaki Eto berühmt. 85 Sekunden hielt der Griechisch-Römisch-Spezialist eine sogenannte „Brücke“, um so seinen Sieg über die Zeit zu retten.

SID

Quelle: sid
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.