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Maximilian Reinelt

Deutscher Ruder-Olympiasieger stirbt mit 30 Jahren

 - 15:41

Ruder-Olympiasieger Maximilian Reinelt ist im Alter von nur 30 Jahren beim Ski-Langlauf in der Schweiz ums Leben gekommen. Das teilte das Team Deutschland-Achter am Montagmittag mit. Der gebürtige Ulmer starb demnach am Sonntag in St. Moritz. Reinelt war 2012 in London mit dem Achter Olympiasieger geworden. 2016 holte er mit dem deutschen Flaggschiff in Rio de Janeiro zudem Silber und beendete anschließend seine sportliche Karriere. Er wurde insgesamt zweimal Welt- und fünfmal Europameister. Am 1. November 2016 war er von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet worden.

Wie die Kantonspolizei Graubünden dem Schweizer Blick mitteilte, brach Reinelt auf der Langlaufloipe aufgrund einer „medizinischen Ursache“ zusammen. Der Vorfall ereignete sich demnach auf Höhe der Olympia-Schanze. „Seit wir heute von seinem viel zu frühen Tod erfahren mussten, beherrschen uns Unglaube und Fassungslosigkeit“, hieß es in der Mitteilung des Deutschland-Achters: „Im Moment fällt es uns unheimlich schwer, die angemessenen Worte zu finden, um Maximilians Leben zu würdigen, denn dass er nicht mehr Teil unserer Gemeinschaft sein kann, übersteigt unsere Vorstellungskraft.“

Siegfried Kaidel, der Präsident des Deutschen Ruderverbandes, teilte mit: „Auch nach seinem Karriereende hat er sich sehr für den Rudersport engagiert. Sein überraschender und viel zu früher Tod macht mich unendlich traurig.“ In der kommenden Woche wollte Reinelt das U-23-Team als Mannschaftsarzt ins Trainingslager nach Mequinenza (Spanien) begleiten. „Jeder, der ihn kennenlernen durfte, war eingenommen von seiner verbindlichen und freundlichen Art. Er wird uns fehlen. Ich wünsche seiner Verlobten und Familie für diese schwierige Zeit viel Kraft und Mut.“

Auch IOC-Präsident Thomas Bach reagierte bestürzt. „Maximilian Reinelt ist einer der ganz großen Athleten des deutschen Rudersports und darüber hinaus ein sehr sympathischer Mensch, dem es gelungen ist, Leistungssport und seine berufliche Ausbildung zum Arzt mit großem Erfolg zu verbinden. Dies macht seinen Tod beim Sport so besonders tragisch. Mein Beileid gilt seiner Familie und seinen vielen Freunden“, sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees. Bach hatte Reinelt 2016 in Rio die Silbermedaille überreicht.

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds, sagte: „Die Gedanken von Team D sind bei seiner Familie und seinen Freunden, wir trauern gemeinsam mit dem Deutschland-Achter und dem deutschen Rudersport.“

Reinelt wurde 2006 Mitglied der deutschen Ruder-Auswahl. Damals belegte er mit dem Achter bei der Junioren-Weltmeisterschaft den zweiten Platz. Vier Jahre später berief ihn Bundestrainer Ralf Holtmeyer erstmals in den Deutschland-Achter. Während seiner Karriere absolvierte er drei Staatsexamen der Medizin an der Universität Bochum.

Quelle: tora./dpa/sid
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