FAZ plus ArtikelKrebskranke Elena Semechin

Die Freischwimmerin

Von Stefanie Sippel, Berlin
16.08.2022
, 11:19
„Was soll das?“: Elena Semechin Ende Juni in Berlin-Hohenschönhausen
Elena Semechin ­musste immer kämpfen, um die zu werden, die sie heute ist: eine selbstbestimmte Frau. Sie will schwimmen, mit einem vergifteten Körper.
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Elena Semechin flitzt durch das Schwimmbad, als ob sie etwas aufholen will. Die verpassten Tage, Stunden und Sekunden. In doppelter Geschwindigkeit. Man kann sich nicht vorstellen, dass diese Frau an manchen Tagen nur im Bett liegt. Das Leben zieht dann an ihr vorbei.

Ungeduldig war sie schon immer, nicht erst seit dem Krebs. Einmal hielt sie inne, erzählt sie. Hier, im Schwimmbad des Sportforums Hohenschönhausen, Berlin. Sie war in der dritten Bestrahlungswoche. Nach dem Training steht sie unter der Dusche, blickt auf die weißen Fliesen. Ihre braunen langen Haare kringeln sich zu ihren Füßen. Sie bedecken die Fliesen. Wenn sie in die Haare greift, kann sie Büschel herausholen. In diesem Moment habe sie verstanden: Ich bin krank.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Sippel, Stefanie
Stefanie Sippel
Sportredakteurin.
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