FAZ plus ArtikelRad-WM in Flandern

Wo das Herz des Radsports schlägt

Von Michael Eder
19.09.2021
, 11:14
Wie eine Wallfahrt: Die Profis überwinden die Mauer von Geraardsbergen.
Cycling is coming home zur Rad-WM. Es begann mit einem Haus, einem Café und einer Rennbahn: Das belgische Flandern ist erzkatholisch – und verrückt nach Radsport. Die Rennen ähneln Wallfahrten.

Cycling is coming home. Gewiss, Flandern ist nicht der Geburtsort des Radrennfahrens, aber dort oben, im Norden Belgiens, schlägt sein Herz und atmet seine Seele. Nirgendwo sonst spielt der Straßenradsport eine so große Rolle im Bewusstsein der Menschen wie in dieser belgischen Region mit ihren rund 6,6 Millionen Einwohnern. An diesem Sonntag beginnt in Flandern die Straßenweltmeisterschaft, es ist die 94. Auflage, bei der elf Entscheidungen fallen, sprich: elf Regenbogentrikots vergeben werden. Die WM ist auf vier Gastgeberstädte verteilt: Brügge, Antwerpen, Knokke-Heist und Leuven.

Es ist das neunte Mal, dass Belgien Gastgeber einer Straßen-WM ist, sechsmal fand sie in Flandern statt. An diesem Sonntag startet die Männer-Elite mit einem Einzelzeitfahren in die Partywoche. Höhepunkt und Abschluss wird das Straßenrennen der Männer eine Woche später sein. Als Favoriten gehen dann der französische Titelverteidiger Julian Alaphilippe und der flämische Alleskönner Wout van Aert auf die 268 Kilometer lange Strecke, zwei angriffslustige Fahrer mit Tempohärte und explosivem Antritt.

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Quelle: F.A.S.
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