FAZ plus ArtikelTurnerin Kim Bui im Gespräch

„Wir stehen ganz am Anfang“

Von Christoph Becker
04.04.2021
, 08:25
„Es muss etwas passieren“: Kim Bui
Drill, provozierte Essstörungen, Abhängigkeit vom Trainer: Alltag im Turnen? Athletensprecherin Kim Bui hat im großen Interview Vorschläge für einen Sport ohne psychische Gewalt.

Kim Bui hat im Alter von vier Jahren in Tübingen mit dem Turnen begonnen. Seit 1999 turnt die heute 32 Jahre alte Studentin der technischen Biologie im Bundeskader. Sie ist zehnmalige Deutsche Meisterin im Einzel, hat an den Olympischen Spielen von London und Rio de Janeiro, zehn Europameisterschaften und acht Weltmeisterschaften teilgenommen.

Am 24. Februar hatte die gewählte Athletensprecherin der Turnerinnen (seit 2009) im Sportausschuss des Bundestages zu den Vorfällen am Stützpunkt der Turner in Chemnitz Stellung genommen und einen Kultur- und Strukturwandel in ihrem Sport angemahnt. Dabei hat sie eine verbesserte Trainerausbildung gefordert und die Einrichtung einer unabhängigen Anlaufstelle gefordert, an der Sportlerinnen und Sportler über etwa Vorfälle psychischer Gewalt sprechen können. Zur Gründung eines solchen Zentrums gegen Gewalt und Missbrauch im Sport hatte die Athletenvertretung Athleten Deutschland e.V. mit einem Impulspapier aufgerufen.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Becker, Christoph
Christoph Becker
Sportredakteur.
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