Diamond League

Vetter und Hussong mit Doppelsieg

09.09.2021
, 22:41
Hussong und Vetter feiern ihre Siege
Die beiden Speerwerfer können nun für die WM im kommenden Jahr planen. Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause musste hingegen einer harten Saison Tribut zollen. Sie landet auf Platz neun.

Jackpot geknackt, WM-Ticket gebucht – nur mit den vermaledeiten 90 Metern wurde es wieder nichts: Speerwerfer Johannes Vetter hat sich nach der Olympia-Pleite von Tokio mit dem Sieg in der Diamond League getröstet. Beim Finale in Zürich setzte sich der deutsche Rekordhalter aus Offenburg am Donnerstagabend mit 89,11 Metern souverän durch.

Neben 30.000 Dollar Siegprämie durfte der 28 Jahre alte Sportsoldat auch die vorzeitige WM-Qualifikation abhaken – der Königsklassensieger hat bei den Titelkämpfen 2022 in Eugene in den Vereinigten Staaten persönliches Startrecht. „Ich bin ganz zufrieden, es ist eine tolle Weite - auch wenn ich gerne noch einmal die 90 Meter geknackt hätte“, sagte Vetter bei Sky, „es tut alles gut weh, jetzt noch das ISTAF in Berlin, und dann geht es ab in den Urlaub.“

Vetter blieb im siebten Wettkampf in Serie unter der 90-Meter-Marke, die er zuvor zwischen April und Juni siebenmal in Folge übertroffen hatte. Hinter dem früheren Weltmeister sorgte der Olympia-Vierte Julian Weber (Mainz) als Zweiter mit 87,03 Metern für einen deutschen Doppelsieg.

Einen Zahltag gab es auch für Speer-Europameisterin Christin Hussong (Zweibrücken), die sich mit 65,26 Metern vor Weltmeisterin Kelsey-Lee Barber (Australien, 62,68 Meter) durchsetzte und mit Vetter auf die verdiente Ehrenrunde ging. Auch Hussong kann damit für Eugene planen. „Bei Olympia in Tokio hat nichts gepasst, aber heute habe ich gezeigt, dass ich da auf das Podest gehört hätte“, sagte die 27 Jahre alte Sportlerin.

Gesa Krause ist platt

Über 3000 Meter Hindernis musste Europameisterin Gesa Felicitas Krause (Trier) einer harten Saison Tribut zollen und verpasste ein Spitzenergebnis klar. Die Olympiafünfte kam im Rennen über 3000 Meter Hindernis nur auf Platz neun unter zehn Läuferinnen.

In 9:32,69 Minuten blieb die 29 Jahre alte Krause klar hinter ihrer Saisonbestzeit zurück, die sie zuletzt mit 9:07,61 Minuten beim Meeting in Eugene aufgestellt hatte. „Es ist toll, wieder vor Publikum zu laufen. Aber umso bitterer ist es, wenn man nichts zeigen kann. Ich war einfach platt, solche Tage gibt es“, sagte Krause, die am Sonntag beim ISTAF läuft. In Zürich siegte die Kenianerin Norah Jeruto (9:07,33).

Ihre Serie an Traumzeiten setzte die jamaikanische Sprint-Queen Elaine Thompson fort, die über 100 Meter in 10,65 Sekunden siegte. Mit 10,54 Sekunden war die Olympiasiegerin im August auf Platz zwei der „ewigen“ Bestenliste gerannt. Über 200 Meter steigerte Namibias 18 Jahre altes Ausnahmetalent Christine Mboma als Siegerin den U20-Weltrekord auf 21,78 Sekunden.

Eine große Show bot erneut Stabhochsprung-Olympiasieger Armand Duplantis (Schweden), der mit 6,06 Metern siegte und dreimal daran scheiterte, seinen Weltrekord auf 6,19 Meter zu verbessern. Für ein weiteres Highlight sorgte Stabhochspringerin Anschelika Sidorowa. Die als neutrale Athletin startende Russin sprang als dritte Frau der Geschichte mit 5,01 Metern über fünf Meter.

Quelle: sid
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