Volleyball-Bundesliga

Die üblichen Verdächtigen im Finale

Von Achim Dreis
28.03.2021
, 11:04
Abgeblockt: Die Berliner Patch und Brehme wären den Angriff der Dürener ab
Zum zehnten Mal in Serie stehen die Berlin Volleys nach dem Sieg über Düren im Playoff-Finale um die deutsche Volleyball-Meisterschaft. Zum achten Mal nacheinander geht es gegen Friedrichshafen.

Die Powervolleys aus Düren haben alles gegeben, um die Hackordnung im deutschen Herren-Volleyball auf den Kopf zu stellen, doch ihr Streben und Schmettern hat nicht gereicht. Im dritten und entscheidenden Spiel der Halbfinal-Serie um den Einzug ins Play-off-Finale unterlagen die Dürener in eigener Halle den Berlin Recycling Volleys 1:3 (25:27, 21:25, 25:22, 25:27).

Geknickt waren die Westdeutschen, die in der regulären Runde als Zweiter noch vor den Berlinern gelegen hatten, trotzdem nicht. „Ich bin unendlich stolz auf mein Team“, sagte Trainer Rafal Murczkiewicz: „Jeder hat alles gegeben. Ich hätte nicht mehr verlangen können.“ Auch Routinier Björn Andrae zollte den Berlinern Respekt, die sich im Verlauf der drei Spiele immer mehr gesteigert hatten. „Das war eine großartige Serie, leider nicht mit dem erhofften Ende.“

Anders als im Pokalfinale, als sich die United Volleys aus Frankfurt im Duell der Außenseiter gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen durchsetzten und ihren ersten Titel gewannen, kommt es somit im Bundesliga-Finale wieder einmal zum Duell der dauerhaft dominierenden Teams: Berlin trifft auf den VfB Friedrichshafen, der sich in der zweiten Halbfinal-Begegnung nach zwei knappen Fünfsatzsiegen gegen die SVG Lüneburg durchsetzte.

Erfolgreiche Ansprache: Berlins Trainer Cedric Enard (2.v.r) erreicht seiner Spieler
Erfolgreiche Ansprache: Berlins Trainer Cedric Enard (2.v.r) erreicht seiner Spieler Bild: dpa

Die Berliner zogen zum zehnten Mal nacheinander ins Endspiel ein, zum neunten Mal kommt der Gegner vom Bodensee. Von diesen acht Endspielserien zwischen den ewigen Rivalen gewannen die Berliner sechs. Und da die Saison im Vorjahr coronabedingt abgebrochen und kein Meister ermittelt wurde, gelten sie nach ihrem Erfolg von 2019 auch als Titelverteidiger. Doch diesmal dominierte Friedrichshafen die reguläre Saison und genießt deshalb als Hauptrundensieger in der vom 8. April an nach dem Modus Best-of-Five ausgetragenen Serie zunächst Heimrecht – und auch im möglicherweise entscheidenden fünften Spiel.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Dreis, Achim
Achim Dreis
Sportredakteur.
FacebookTwitter
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot