FAZ plus ArtikelNeuer Handball-Bundestrainer

Was Gislason so besonders macht

Von Frank Heike
Aktualisiert am 08.02.2020
 - 16:16
Führt nun die Geschicke der deutschen Handball-Nationalmannschaft: Alfred Gislason
Es ist ein ein Job ganz nach seinem Geschmack: die deutschen Handball-Männer in die absolute Weltspitze zurückführen. Wie aber wird Alfred Gislason diese Aufgabe angehen? Und kann sie ihm gelingen?

Sechs bis acht Stunden hat Alfred Gislason vor jedem Spiel den Gegner analysiert, ob er Barcelona hieß oder Balingen. Dahinter steckte die Besessenheit, bloß nichts zu übersehen und ein Arbeitsethos, das in der Bundesliga seinesgleichen suchte: Hatte Gislason seinen Namen unter einen Vertrag gesetzt, bekam der Arbeitgeber einen 100 Prozent loyalen Angestellten, der seine Gesundheit opferte, um sich, die Mannschaft und den Verein zufriedenzustellen.

Dieser Perfektionismus hat die Spieler oft genervt, vor allem in der Endphase beim THW Kiel, als es sportlich bescheiden lief, weil Gislason die Stars nicht mehr ins Laufen bekam. Wenn das Pensum im Verlauf der Saison groß und größer wurde, er aber trotzdem auf langes DVD-Studium des Gegners pochte, machte sich Gislason unbeliebt. Interessiert hat ihn das nicht sonderlich.

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Quelle: F.A.S.
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