Olympische Spiele

Überraschungsgold durch Judoka Ole Bischof

12.08.2008
, 16:05
Zweites Gold für Deutschland: Judoka Ole Bischof
Ole Bischof hat die Goldmedaille im Judo in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm gewonnen. Im Finale besiegte Bischof den Südkoreaner Kim Jaebum. „Er hat fast fehlerfrei gekämpft“, freute sich Bundestrainer Wieneke.
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Judoka Ole Bischof hat in Peking für eine goldene Überraschung gesorgt. Der 28 Jahre alte Reutlinger gewann am Dienstag die Goldmedaille im Halbmittelgewicht und überraschte damit die gesamte Weltelite. Im Finale besiegte er am Dienstag den Südkoreaner Kim Jaebum durch eine mittlere Wertung (Yuko).

Bischof ist nach Dietmar Lorenz (1980), Frank Wieneke (1984), Udo Quellmalz (1996) und Yvonne Bönisch (2004) der fünfte deutsche Judoka, der zu höchsten olympischen Ehren kam.

„Er hat fast fehlerfrei gekämpft“

Der Schützling von Männer-Bundestrainer Frank Wieneke lieferte eine Gala auf der Tatami ab. Im Viertelfinale ließ er Weltmeister Tiago Camillo aus Brasilien keine Chance und besiegte ihn nach 3:14 Minuten mit Ippon (ganzer Punkt).

Friedliche Kampfhandlungen: Bischof und der Koreaner Kim
Friedliche Kampfhandlungen: Bischof und der Koreaner Kim Bild: AFP

Zweimal katapultierte er den Brasilianer auf die Matte und erhielt dafür jeweils einen halben Punkt (Waza-ari), der zum Ippon addiert wurde. Danach schaltete er auch das Kraftpaket Roman Gontjuk, Olympia-Zweiter aus der Ukraine aus. Zuvor hatte er dem Aserbaidschaner Mehman Asisow und Travis Stevens aus den Vereinigten Staaten jeweils mit einer mittleren Wertung (Yuko) das Nachsehen gegeben.

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„Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Er hat fast fehlerfrei gekämpft“, sagte Bundestrainer Wieneke. „Er ist aber auch einer, der die Taktik durchziehen kann.“ Bischof bewies Nervenstärke. Nach dem siegreichen Viertelfinale legte er sich in den Aufwärmraum für eine Stunde schlafen, um Kräfte zu sammeln. „Das kann er. Er schaltet im größten Trubel ab“, sagte Wieneke.

Zweites Gold für Deutschland

Bischof gehört seit Jahren zum Kreis der internationalen Spitzenklasse in seiner Gewichtsklasse. Bei großen Turnieren konnte er aber bislang nur einmal zum großen Schlag ausholen. 2005 wurde der Student der Volkswirtschaft Europameister in der 81-Kilo-Klasse. Bei Weltmeisterschaften kam er nicht über das Prädikat „teilgenommen“ hinaus.

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Ohne Medaille blieb dagegen Anna von Harnier. Die 27 Jahre alte Böblingerin schied nach zwei Siegen und zwei Niederlagen aus dem Turnier aus. In der Hoffnungsrunde der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm verlor die Studentin ihren ersten Kampf gegen die Slowenin Urska Zolnir vorzeitig nach 2:50 Minuten.

An diesem Dienstag hatte schon der Kanute Alexander Grimm eine Goldmedaille gewonnen (Siehe: Olympische Spiele: Alexander Grimm holt erstes Gold für Deutschland).

Judo, Männer, Klasse bis 81 kg

Gold: Ole Bischof (Reutlingen)
Silber: Kim Jaebum (Südkorea
Bronze: Tiago Camilo (Brasilien)
Bronze: Roman Gontjuk (Ukraine)

Quelle: FAZ.NET
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