FAZ plus ArtikelKampf gegen Israeli verweigert

Feinde und Freunde

EIN KOMMENTAR Von Christopher Meltzer
27.07.2021
, 16:06
Siegte zwei Mal ohne Kampf: Tohar Butbul in Tokio
Judoka Tohar Butbul aus Israel wird auf olympischer Bühne Opfer des Antisemitismus. Leider kann man nicht auf die hoffen, die die Regeln machen, sondern meist nur auf die, die ihnen unterworfen sind. Das zeigt ein anderes Beispiel.

Am Montagmorgen hat Tohar Butbul im Nippon Budokan in Tokio auf den Kampf seines Lebens gewartet. Judo, Männer bis 73 Kilogramm. Und vor allem: Olympia. Für ihn zum ersten Mal. Er hat leider umsonst gewartet. Sein Gegner, Mohamed Abdalrasool aus dem Sudan, war nicht da. Butbul gewann, wie man als Sportler nicht gewinnen will: ohne Kampf.

Es ist noch immer unklar, warum Abdalrasool nicht da war. Laut Butbul – der vor seinem Ausscheiden zum Glück auch dreimal kämpfen konnte – sei seinem Team mitgeteilt worden, dass dieser an der Schulter verletzt sei. Was mindestens merkwürdig ist, weil er zum offiziellen Wiegen noch angetreten war.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Meltzer, Christopher
Christopher Meltzer
Sportkorrespondent in München.
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