FAZ plus ArtikelVorgezogene Sportler-Impfungen

Respekt vor dem Prinzip der Ethik

Von Michael Wittershagen
03.03.2021
, 12:21
Athleten sollten nicht in der Impf-Reihenfolge bevorzugt werden. Die Schwächsten sollten mit Vorrang geimpft werden, nicht die Stärksten. Eine Argumentation.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland über 15 Jahren zählt nach Wissenschaftlern des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Risikogruppe für schwere Covid-19-Verläufe, das sind rund 36,5 Millionen Menschen. 21,6 Millionen von ihnen gehören demnach sogar der Hochrisikogruppe an. Bis zum Ende des zweiten Quartals dieses Jahres rechnet das Bundesministerium für Gesundheit – vorbehaltlich der Zulassung weiterer Impfstoffe – mit der Lieferung von insgesamt 82,5 Millionen Impfstoff-Dosen. Mit ihnen könnten bis Ende Juni rund 41 Millionen Menschen vor einer Covid-19-Infektion geschützt werden – wenn denn alles nach Plan läuft.

Drei Wochen später, am 23. Juli, sollen die Olympischen Sommerspiele in Tokio eröffnet werden und junge, topfitte Athleten gegeneinander um Gold, Silber und Bronze kämpfen. Träume könnten dann wieder in Erfüllung gehen. Diese Hoffnung ist berechtigt, und sie ist längst überfällig, denn wohl jeder sehnt sich nach einer Rückkehr zur Normalität oder zu dem, was daraus künftig wird.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  Sonntagszeitung plus

F.A.Z. PLUS:

  F.A.Z. digital

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Michael Wittershagen - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Michael Wittershagen
Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot