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Biathlon bei Olympia

Aufregung nach Spruch über Laura Dahlmeier

 - 15:01

Nach seiner umstrittenen Aussage über Laura Dahlmeier und das deutsche Team hat sich Biathlet Erik Lesser mit der Doppel-Olympiasiegerin ausgesprochen. „Inzwischen habe ich auch die Chance genutzt und mit ihr darüber geredet. Mir ging es nur um die Berichterstattung vor den Spielen. Alles schreibt von Laura, aber nicht vom Team“, sagte Lesser in einem Interview mit „web.de“.

Nach dem Sprint-Gold von Arnd Peiffer hatte Lesser in der ARD festgestellt: „Phänomenal für uns, dass das Team D nicht unbedingt für Team Laura Dahlmeier steht, sondern doch für Team Deutschland.“ „Auf meiner Facebook-Seite ging es danach ganz schön her. Definitiv ging das nicht gegen Laura“, sagte Lesser nun. „Allein von uns vier Männern ist jeder schon Einzelweltmeister geworden und darüber liest man nirgendwo etwas. Nicht, dass wir uns wichtig machen wollen, aber eine neutralere nüchterne Berichterstattung ist doch auch für den Leser oder Zuschauer interessant“, sagte der Verfolgungsweltmeister von 2015.

Nun soll der Blick wieder auf das Sportliche gehen im dichtgedrängten Olympia-Programm. Sorgen, sagt Doppel-Olympiasiegerin Dahlmeier, müsse man sich um sie „sicher nicht“ machen. „Ich habe schon oft genug bewiesen, dass ich mich innerhalb von ein, zwei Tagen ganz gut regenerieren kann. Und so ist auch der Fahrplan für die nächsten Tage“, kündigte die 24-Jährige am Dienstag an. Und Dahlmeiers Fahrplan in Pyeongchang hat es in sich. Das Biathlon-Einzel steigt am Mittwoch, der Massenstart findet am Samstag, die Mixed-Staffel am nächsten Dienstag und die Damen-Staffel zwei weitere Tage später statt. „Das ist der Unterschied zwischen Biathlon und einigen anderen olympischen Sportarten. Dass es bei uns einfach immer weitergeht und man den Fokus nie verlieren darf“, sagt die junge Bayerin.

In den weiteren vier Rennen hat Dahlmeier weitere Gold-Chancen. Nach ihrem Triumph in der Verfolgung hatte sie am Montag einen geplanten TV-Auftritt wegen Erschöpfung absagen müssen. „Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Und es wäre auch nicht gegangen. Ich war körperlich schon echt kaputt“, sagte sie am Tag danach. Das sei, so die siebenmalige Weltmeisterin, auch ganz normal, gerade wenn die äußeren Bedingungen sehr kräftezehrend seien. Noch vor dem Schlafengehen saß die nervenstarke Ausnahmekönnerin aber wieder auf dem Ergometer. „Sie ist ausgefahren, sie hat dort schon begonnen, sich auf den Einzel vorzubereiten“, sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. „Laura geht es soweit gut, wir müssen uns keine Sorgen machen. Aber wir werden Laura hier und da schützen, um ihre Leistungsfähigkeit hochzuhalten.“

Bei der WM vor einem Jahr in Hochfilzen hatte Deutschlands Sportlerin des Jahres nach zwei Wettkämpfen jeweils einen Schwächeanfall erlitten - trotzdem gewann sie in jedem ihrer sechs Rennen eine Medaille, fünfmal Gold und einmal Silber waren es am Ende. Das hatte zuvor noch niemand im Biathlon-Zirkus geschafft. Bei Olympia ist der Stress noch ungleich höher. „Es ist einfach ein anderes Programm nach so einem Olympiasieg“, gab Dahlmeier zu bedenken. „Der Zeitplan bei Olympia ist relativ straff mit verschiedenen Medaillenübergaben, Deutsches Haus und so weiter. Darum versuche ich mich wirklich auf das Nötigste zu konzentrieren“, sagte sie.

Neben Dahlmeier gehen im Klassiker über die 15 Kilometer auch Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Maren Hammerschmidt an den Start. Preuß und Hammerschmidt rutschen für Denise Herrmann und Vanessa Hinz ins Team, die in Sprint und in der Verfolgung gelaufen waren. Das Rennen wird um 12.05 Uhr MEZ gestartet.

Biathlon bei Olympia
Die nächste Gold-Show der Laura Dahlmeier

Quelle: tora./dpa
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