FAZ plus ArtikelPeking als „Wendepunkt“?

Der Anspruch der Sportler

EIN KOMMENTAR Von Anno Hecker
21.02.2022
, 18:33
Die Athleten wollen mehr sein, als Staffage im Zeichen der Ringe.
Nach der moralischen Misere in Peking ist der Moment günstiger denn je, die Kräfte zu bündeln. Die Athleten wollen mitbestimmen – und das sollen sie.
ANZEIGE

Paris 2024, Cortina D’Ampezzo 2026, Los Angeles 2028. Was sagt uns dieser Blick nach vorne auf den Olympia-Reiseplan? Dass die Propaganda-Feier der Machthaber in China auf dem Rücken der Athleten endlich Geschichte ist mitsamt dem schrecklichen Schweigen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Es mag einiges an zynischer Kalkulation aufgegangen sein in den vergangenen zwei Wochen. Vielleicht gehörte die vom IOC in der Öffentlichkeit unwidersprochene verbale Bedrohung der Olympiateilnehmer durch einen chinesischen Apparatschik dazu. Die allermeisten Sportler haben stillgehalten. Aber der Widerspruch keimt. Das lässt sich an der Kritik von Heimkehrern ablesen. Sie differenzieren feinsinnig: zwischen dem, was sie während der Spiele bestimmt haben, begeisternde Wettkämpfe, grandiose Siege wie herzzerreißende Niederlagen, und der sie anwidernden Inszenierung durch den Veranstalter.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Hecker, Anno
Anno Hecker
Verantwortlicher Redakteur für Sport.
  Zur Startseite
Lesermeinungen
Alle Leser-Kommentare
Verlagsangebot
ANZEIGE