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Wir sind nicht die lieben Freunde!

EIN KOMMENTAR Von Christopher Meltzer
20.02.2022
, 19:34
Pressekonferenz in Peking mit IOC-Präsident Thomas Bach (Mitte) am 18. Februar
Es ist ein Hohn, dass in der Diktatur auch die als „Freunde“ empfangen worden sind, die das tun, wofür Menschen in China als Feinde eingestuft werden: sagen und schreiben, was sie wirklich denken.
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Als Olympia-Reporter in der chinesischen Diktatur hat man viele Lügen gehört und gelesen. Das fing damit an, dass Mark Adams, der Sprechroboter des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), im sogenannten „Daily Briefing“ regelmäßig aufsagte, dass die Olympischen Spiele nicht politisch seien. Und hörte damit auf, dass Yan Jiarong, die neben Adams saß und für die chinesischen Organisatoren antwortete, ungefragt einen Vortrag über Taiwan und die Ein-China-Politik hielt.

Sie sagte: „Es gibt nur ein China auf der Welt. Wir stellen uns immer gegen die Politisierung der Spiele.“ Ein performativer Widerspruch. Und nicht der einzige in den vergangenen 14 Tagen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Meltzer, Christopher
Christopher Meltzer
Sportkorrespondent in München.
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