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Basketball-Bundesliga

Die Gießen 46ers und das Ende einer Ära

Von Jörg Daniels
 - 17:10
Bald ist Schluss in Gießen: Heiko Schelberg (rechts, mit Meisterschaftsspieler Ernie Buttler)

Die Gießen 46ers und ihr Geschäftsführer Heiko Schelberg machen demnächst keine gemeinsame Sache mehr. Nach über sieben Jahren der Zusammenarbeit haben sich der Basketball-Bundesligaverein und sein auf Managementebene wichtigster Mitarbeiter auseinandergelebt. „Im Zuge der Vorbereitungen auf die kommenden Spielzeiten und die damit verbundenen Herausforderungen ist klargeworden, dass sich verschiedene Sichtweisen herausbildeten, die sich nicht mehr vereinbaren lassen, und dass sich unsere Wege trennen werden“ – so lässt sich Schelberg in einer Mitteilung des Klubs zitieren. Der 47-Jährige sagte, dass er zwar „gerne an Bord geblieben“ wäre, dass er sich letztlich aber dazu entschlossen habe, sich nach einer „neuen Herausforderung umzusehen“. Noch übt er seinen Posten jedoch aus. Die Bitte um ein Gespräch mit der F.A.Z. ließ Schelberg unbeantwortet. In der Vergangenheit hatte er immer Rede und Antwort gestanden.

Gerüchten, nach denen die Gesellschafter der Gießener GmbH & Co. KG die Trennung von Schelberg zum Saisonende auf einer Versammlung davor beschlossen haben sollen, gab der Verein bei seiner Darstellung keinen Nährboden. Vielmehr hieß es in einem Statement des Aufsichtsrats, dass man die Entscheidung von Schelberg bedauere. „Heiko hat uns in einer schwierigen Zeit sehr geholfen, um die bei seinem Amtsantritt beschädigte Marke neu zu etablieren und einen erfolgreichen Neustart in der ersten Liga hinzulegen.“ Die positive Entwicklung der vergangenen Jahre wäre ohne dessen Leistung „nicht denkbar“ gewesen. „Mit dem Weggang von Heiko Schelberg geht eine Ära zu Ende“, hieß es. Der Aufsichtsrat bedankte sich bei ihm außerdem für die „bis heute unverändert vertrauensvolle Zusammenarbeit“. Aufgabe sei es nun, „zügig einen geeigneten Nachfolger zu suchen und für den Standort Gießen zu begeistern“.

Seine Aufgabe hatte Schelberg, der einst Marketingchef beim damaligen Fußball-Zweitligaklub FSV Frankfurt war, bei den 46ers in schwierigen Zeiten übernommen. „Den Verein durch die Turbulenzen zu steuern und den Neuanfang nach der drohenden Insolvenz gemeinsam mit den Gesellschaftern der 46ers GmbH & Co. KG zu gestalten“ sei „sehr anspruchsvoll“ gewesen. Nach dem erstmaligen Abstieg 2013 in die Zweite Bundesliga schafften die Mittelhessen 2015 die Rückkehr in die erste Spielklasse.

Die Entschuldungsmaßnahmen hatten Erfolg. Seit dieser Saison profitieren die Gießener nach längerer Zeit wieder von einem Namenssponsor. Um den Klub noch wettbewerbsfähiger für die Zukunft zu machen, hatte Schelberg auch den Bau einer neuen Halle auf der Agenda. Dass es ein hartes Ringen ist, die Gießener wirtschaftlich wesentlich voranzubringen, daraus machte er nie einen Hehl. Die Zukunft gehört jetzt einem neuen Geschäftsführer.

Quelle: F.A.Z.
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