Zweite Bundesliga

Der nächste Rückschlag für Darmstadt 98

Von Alex Westhoff, Darmstadt
26.02.2021
, 20:59
Die „Lilien“ geraten in der zweiten Bundesliga zunehmend in die Bredouille. Auch gegen clevere Karlsruher gibt es eine Niederlage. Im anderen Spiel macht es Regensburg auch ohne den Trainer besser.

Eine gute erste Halbzeit ist nicht genug. Die Wankelmütigkeit des SV Darmstadt 98 in dieser Zweitligasaison spiegelte sich auch am Freitagabend im Heimspiel gegen den Karlsruher SC. Und bringt die „Lilien“ zunehmend in die Bredouille. Nach der 0:1-Niederlage am Böllenfalltor könnte der Vorsprung auf die Abstiegszone an diesem Wochenende auf zwei Punkte schmelzen.

2. Bundesliga

Der Rückschlag gegen nicht sonderlich gute, aber clevere Karlsruher bedeutet die zweite Niederlage in Serie und schon die zwölfte nach 23 Spieltagen. Nur zwei Siege aus den vergangenen zehn Partien verdeutlichen, dass die Probleme des SVD aktuell tief liegen.

Dabei kamen die „Lilien“ gut in die Partie. In der Anfangsviertelstunde kombinierten sich die Südhessen zwei Mal gut bis an den Karlsruher Fünfmeterraum. Die erste – und gleichzeitig auch letzte – Großchance bot sich Angreifer Serdar Dursun in der 21. Minute, doch der Deutschtürke scheiterte am gut reagierenden KSC-Torwart.

Zwei Freistöße von Tobias Kempe bedeuteten etwas Torgefahr, und der schnelle Mathias Honsak kam aussichtsreich zum Abschluss (36.). Anstatt nach der Pause dort anzuknüpfen, kam den Darmstädtern gegen nun bessere Karlsruher Schwung und Ideen nahezu komplett abhanden. Der Südkoreaner Choi machte sich das zunutze mit einem sehenswert herausgespielten Treffer zum 0:1 (52.).

Regensburg besiegt Paderborn

Dass dies zum fünften Auswärtssieg in Serie (Vereinsrekord) für den Aufstiegskandidaten reichte, lag daran, dass die „Lilien“ die gegnerische Defensive fortan vor keine Schwierigkeiten mehr zu stellen vermochte. Es war eine der schwächsten Halbzeiten dieser Darmstädter Saison. Noch nicht mal zu einer zugkräftigen Schlussoffensive reichte es mehr. Winterneuzugang Samuele Campo kam in den letzten zehn Spielminuten zu seinem Debüt im SVD-Trikot. Doch auch sein Kopf ging, wie die seiner Mitspieler, runter nach einem weiteren betrüblichen Darmstädter Spielerlebnis.

Dank Elfmeterrückhalt Alex Meyer legte derweil der SSV Jahn Regensburg gegen den SC Paderborn eine erfolgreiche Generalprobe für sein DFB-Pokal-Viertelfinale hin. Auch ohne seinen wegen eines positiven Corona-Tests fehlenden Trainer Mersad Selimbegovic gewannen die Oberpfälzer am Freitagabend mit 1:0 (0:0) und verschafften sich Luft im Abstiegskampf. Die lange ebenbürtigen Paderborner haben dagegen den Schritt in die obere Tabellenhälfte verpasst und liegen nur noch zwei Punkte vor dem Jahn, der nun 29 Zähler auf seinem Konto hat.

Ein Tor von Max Besuschkow (48. Minute) wurde vom Video-Referee wegen einer Abseitsposition noch zurückgenommen. Sebastian Stolze (53.) glückte in der Regensburger Drangphase gegen Paderborn dann die Führung. Vor den Augen von Selimbegovic' Assistent Sebastian Dreier parierte später Torwart Meyer (65.) einen Foulelfmeter von Dennis Srbeny. Der am Spieltag positiv getestete Jahn-Chefcoach Selimbegovic wird den Cup-Höhepunkt am Dienstag gegen Werder Bremen in häuslicher Quarantäne mitverfolgen müssen.

Quelle: F.A.Z./dpa
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