„Lilien“ vor Duell mit Arminia

Keine Partygäste beim Zweitligameister

Von Alex Westhoff
18.06.2020
, 11:17
Für Darmstadt 98 steht in der zweiten Liga das Duell mit Tabellenführer und Aufsteiger Arminia Bielefeld bevor. Doch die „Lilien“ wollen beim Meister selbst feiern.

Partien zwischen der Bielefelder Arminia und den Darmstädter „Lilien“ kommen nie ohne Erinnerungsfolklore aus. Zu präsent sind in beiden Vereinsgeschichten die Relegationsspiele im Mai 2014, als die Südhessen in einem dramatischen Rückspiel auf der „Alm“ die Westfalen in die dritte Liga schickten und deren Entwicklung erheblich bremsten.

2. Bundesliga

Gleichzeitig war dieser Abend für den SVD der Start in eine Entwicklung, nach der sich die „Lilien“ als etablierter Zweitligaklub begreifen dürfen. Und so kommt es an diesem Donnerstag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Liga und bei Sky) bei Spitzenreiter Bielefeld zum Duell der besten und zweitstärksten Rückrundenmannschaft.

Dass der Arminia seit Dienstag der Aufstieg nicht mehr zu nehmen ist, dürfte der Darmstädter Reisegemeinschaft zupasskommen. Auf einen Spannungsabfall beim dominierenden Team der Saison ist aus „Lilien“-Sicht zumindest zu hoffen. Auch wenn SVD-Cheftrainer Dimitrios Grammozis seinen Gegenüber Uwe Neuhaus so einschätzt, dass dieser Larifari-Fußball nicht zulassen werde. Grammozis hat einst bei Rot-Weiß Essen als Spieler unter dem Coach Neuhaus gearbeitet. „Auch wenn das Jahr damals nicht so erfolgreich war, haben wir uns wertgeschätzt und respektiert“, erinnert sich der 41-Jährige.

Auf dem Spielfeld wollen die Darmstädter keine genügsamen Partygäste sein. „Wir wollen trotz der Feierlichkeiten rund um Bielefeld versuchen, uns auf das Spiel zu konzentrieren“, sagte Grammozis. Denn es sind nicht nur die Voraussetzungen gut, der Arminia die erste Rückrundenniederlage überhaupt beizubringen. Bei den „Lilien“ scheint sich niemand vorwerfen lassen zu wollen, die minimale Aufstiegschance arglos weggeworfen zu haben. Denn der Hamburger SV und VfB Stuttgart haben sich in der Rückrunde schon oft als unsichere Kantonisten präsentiert.

Quelle: F.A.Z.
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