Eintracht Frankfurt

„Ein großer Verein“ für Stürmer Luc Castaignos

Von Jörg Daniels, Frankfurt
30.08.2016
, 07:36
Jubeln vorerst nicht mehr gemeinsam: Branimir Hrgota und Luc Castaignos (rechts)
Der Holländer wechselt nach Portugal. Nun sucht die Eintracht nach einem Flügelspieler. Michael Hector muss nach seiner Roten Karte zwei Spiele aussetzen.
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War da ein kleiner Seitenhieb mit dabei? Sporting Lissabon, der neue Arbeitgeber von Luc Castaignos, sei „ein großer Verein“, bei dem er sich „weiterentwickeln“ könne. Mit diesen Worten verabschiedete sich der 23 Jahre alte Holländer auf die Schnelle aus Frankfurt. Beim Saisonauftakt der Eintracht am vergangenen Samstag zu Hause gegen Schalke 04 (1:0) fehlte er bereits. Nachdem Castaignos beim portugiesischen Champions-League-Teilnehmer den Medizincheck bestanden hatte, unterschreib der Stürmer am späten Sonntagabend einen Dreijahresvertrag.

Die Ablösesumme, die nun nach Frankfurt zur Eintracht geht, soll zwischen zweieinhalb und drei Millionen Euro betragen. Damit bekommen die Hessen in etwa das zurück, was sie vor einem Jahr an Twente Enschede hatten überweisen müssen. Angeblich soll der Angreifer in Lissabon eine Ausstiegsklausel mit einem hohen Millionenbetrag besitzen.

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Freiburger Kerk ist auf dem Markt

In Frankfurt kam Castaignos nicht wie gewünscht voran. Die Eintracht hatte sich mehr von dem Offensivspieler und er wohl mehr von den Hessen erwartet. Das Ergebnis ist die vorzeitige Trennung. Sein Start in Frankfurt hatte noch Lust auf mehr gemacht. In den ersten neun Liga-Spielen gelangen dem Holländer vier Tore und drei Vorlagen. Eine lange Verletzungspause durch den erlittenen Syndesmosebandriss brachte ihn dann aber aus dem Tritt. Weitere Treffer kamen nicht mehr dazu. Wegen spielerischer und technischer Defizite musste sich Castaignos Kritik gefallen lassen.

Durch seinen Weggang und den von Stefan Aigner (1860 München) sowie die Erkrankung von Ante Rebic (Pfeiffersches Drüsenfieber) wollen die Frankfurter noch einen Flügelspieler verpflichten. Auf dem Markt ist unter anderem der Freiburger Sebastian Kerk. Womöglich wird die Eintracht bis zum Transferschluss an diesem Mittwoch außerdem eine weitere Verstärkung für das Mittelfeld holen.

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Hradecky und die „besondere Herausforderung“

Von diesem Dienstag an bereiten sich die Frankfurter auf das Hessenderby (10. September, 15.30 Uhr) beim SV Darmstadt 98 vor. Dabei muss Kovac in der Länderspielpause kaum auf Stammpersonal verzichten. Der stark in die Saison gestartete Torhüter Lukas Hradecky war am Montag mit dem Zug zum Treffpunkt nach Düsseldorf gefahren, weil er an diesem Mittwoch mit der finnischen Nationalmannschaft in Mönchengladbach auf Weltmeister Deutschland trifft. Die Reise zu dem Testspiel trat der 26-Jährige mit einem „breiten Lächeln im Gesicht“ an. Sein 27. Länderspiel wird für ihn ein ganz besonderes werden. Hradecky blickt einer „besonderen Herausforderung“ entgegen, Diese soll für ihn zu einem „tollen Erlebnis“ werden. Nach dem Highlight in seiner Nationalmannschaftskarriere bekommt es Hradecky fünf Tage später in Turku im Rahmen eines WM-Qualifikationsspiels mit dem Kosovo zu tun.

Innenverteidiger Hector für zwei Spiele gesperrt

Sein Frankfurter Torwartkollege Heinz Lindner muss sich diesmal nur auf Abruf für das Qualifikationsspiel der Österreicher in Georgien bereithalten. Von den Frankfurter Feldspielern trifft Makoto Hasebe mit Japan in der WM-Qualifikation auf die Vereinigten Arabischen Emirate (1.9. in Saitam) und Thailand (5.9., Bangkok). Mijat Gacinovic ist derweil mit der serbischen U-21-Nationalmanschaft auf Reisen gegangen. In zwei EM-Qualifikationsspielen misst sich Serbien mit Italien (2.9.) und vier Tage später mit Irland. Eintracht-Neuzugang Michael Hector ist mit der jamaikanischen Nationalmannschaft und deren Trainer Winnie Schäfer nach Panama-Stadt aufgebrochen, bevor es dann für ihn am 5. September im eigenen Land in Kingston gegen Haiti geht. Nach seiner Rückkehr nach Frankfurt wird sich der Innenverteidiger gedulden müssen. Aufgrund seiner Roten Karte im Heimspiel gegen Schalke 04 (1:0) ist Hector nun für zwei Spiele gesperrt worden. Spielberechtigt ist er wieder am 20. September in Ingolstadt. Am Sonntag schrieb Hector bei Instagram: „Die Fans in Frankfurt waren großartig. Das war eine der besten Atmosphären, in der ich bisher gespielt habe. Der einzige Dämpfer war die Rote Karte zum Schluss.“

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Daniels, Jörg
Jörg Daniels
Redakteur in der Sportredaktion
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