Entracht-Einzelkritik

Ndicka ist sein Geld wert

Von Jörg Daniels
28.11.2021
, 20:20
Evan Ndicka nach seinem Treffer
Der Eintracht-Verteidiger hat nicht nur den höchsten Marktwert – er trifft in der Nachspielzeit gegen Union auch noch zum 2:1.
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Kevin Trapp: Hatte in der ersten Halbzeit kaum etwas zu halten. Beim Elfmeterschuss von Kruse ohne Abwehrchance. Ein unter dem Strich unbefriedigender Arbeitstag für den Torhüter, der sich nicht wie oft zuletzt groß auszeichnen konnte.

Tuta: Schon sein fünfter Startelfeinsatz in Serie in der Bundesliga. Bewahrte sein Team in Zusammenarbeit mit Ndicka vor dem 0:1. Oft aufmerksam. Aber auch mit einem Fehlpass kurz vor der Halbzeitpause.

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Makoto Hasebe: Vielspieler mit bald 38 Jahren. War auch im dritten Spiel innerhalb einer Woche im Einsatz. In Summe ziemlich souverän.

Evan Ndicka: Hat laut transfermarkt.de aktuell den höchsten Marktwert im Eintracht-Kader (28 Millionen Euro). Trat in einigen Situationen auch so auf. Vor allem am Ende: Traf mit dem Kopf zum 2:1-Siegtreffer. Verursachte aber auch den Foulelfmeter, der zum 1:1 durch Kruse führte. Unter dem Strich ein stabiler Auftritt des Franzosen mit dem krönenden Schlusspunkt.

Djibril Sow: Traf aus vollem Lauf und vollem Herzen zum 1:0.
Djibril Sow: Traf aus vollem Lauf und vollem Herzen zum 1:0. Bild: EPA

Djibril Sow: Traf aus vollem Lauf und vollem Herzen zum 1:0. Es war sein erster Saisontreffer. War wieder als Fußball-Staubsauger im Mittelfeld unterwegs. Lauf- und in vielen Fällen zweikampfstark. Nach vorne kann aber noch mehr von ihm kommen.

Kristijan Jakic: Verpasste mit seinem Kopfball das 2:0, auch in einer anderen Szene nicht konsequent beim Abschluss. Mit Traumpass auf den davoneilenden Lindström. Ging beherzt in die Zweikämpfe und riss am Ende vor Angriffsfrust beinahe noch die Werbebande um.

Timothy Chandler: Ist dabei, sich als Rechtsverteidiger auf der Frankfurter Problemposition festzuspielen. Aber gleich zu Beginn mit Einwurf zum Gegner. Gefährliche Flanken kamen von ihm zu wenig. Muss sich wieder steigern.

Filip Kostic: Chefdynamiker auf der linken Seite. Bereitete den Siegtreffer vor, seine fünfte Torvorlage. Mit vollem Einsatz und zweikampfstark. Seine Flanken waren oft präzise, nur konnten diese zum Beispiel von Kamada und Borré nicht verwertet werden. Hätte es verdient gehabt, sich für seinen Aufwand noch mehr zu belohnen.

Daichi Kamada: Chefstratege bei vielen Offensivaktionen. Sein Kopfball touchierte die Latte. Insgesamt ohne Vollstreckerqualitäten, aber mit Raffinesse und schönem Pass zu Kostic. Streute jedoch auch die eine oder andere Fehlaktion ein. Mit seinen geschmeidigen Bewegungen nicht immer erster Sieger.

Jesper Lindström: Vergab die Riesenchance zum 2:0. Ließ auch eine Kopfballchance nach Flanke von Kostic ungenutzt. Setzte sich in seiner ersten Szene vorne stark durch. Mit Ballgewinn und guter Körpersprache. Konnte sein gutes Anfangsniveau aber nicht halten.

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Rafael Borré: Sein erster Treffer zählte wegen Abseits nicht. Schaffte es dann nicht, den Ball zum 2:0 unterzubringen. Unermüdlicher Arbeiter, nur nicht immer mit dem Blick für seine Mitspieler. Ärgerte sich bei seiner Auswechslung über die Null in seiner Trefferbilanz.

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Gonçalo Paciência: Kam für Borré ins Spiel – und gleich mit Torgefahr.

Ragnar Ache: Ersetzte in der Offensive Lindström. War zunächst zweikampfschwach, bereitete dann eine Chance von Paciência vor.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Daniels, Jörg
Jörg Daniels
Redakteur in der Sportredaktion
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