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Bundesliga-Rückrunde

Eintracht Frankfurt auf Bewährung

EIN KOMMENTAR Von Marc Heinrich
Aktualisiert am 13.01.2020
 - 17:02
Geht es mit Adi Hütter und der Eintracht wieder aufwärts?
Für die Frankfurter, für die es unter Adi Hütter lange aufwärtsging, ist bis auf weiteres der Abstiegskampf das beherrschende Thema. Jeder weitere Fehlschlag verschärft die heiklen Umstände von Team und Trainer weiter.

Arbeiten, wo andere Urlaub machen! Die Eintracht hatte sich ein sonniges Fleckchen ausgesucht, um sich auf die kommenden Herausforderungen einzustimmen und die trüben Gedanken aus dem Kopf zu bekommen, die einen jeden aus ihrem Kreis durch den ernüchternden Ausgang des alten Sportjahres befallen hatten: Was wird 2020 bringen?

Bundesliga

Die Frankfurter, so viel lässt sich nach einer Woche sagen, in der die Spieler in Florida ins Schwitzen kamen, haben den Ernst der Lage verstanden. Es geht für sie vor allem zunächst darum, sich aus der misslichen Situation in der Bundesligatabelle zu befreien und den Anschluss ans gesicherte Mittelfeld zu finden. Das wird schwer genug werden. Auch deswegen stehen die prestigeträchtigen Auftritte in der Europa League und im DFB-Pokal hinten an.

Adi Hütter wählte nachvollziehbare Mittel, um seinen Leuten am Golf von Mexiko Wege aus der Krise aufzuzeigen. Seine Ansätze lagen im taktischen Bereich, er studierte ein verändertes Abwehrverhalten ein, so dass die Mannschaft künftig neben der Dreierkette auch mit vier Abwehrspielern auf einer Linie den Raum für gegnerische Stürmer verknappen kann. Der Trainer legte Wert auf zwei konzentrierte Übungseinheiten am Tag und bremste auch niemanden, der dazu im Fitnessstudio mehr machen wollte.

Hütter ließ den Spielern, die unlängst beinahe pausenlos im Drei-Tages-Rhythmus gefordert waren, aber auch immer wieder Freiräume, die sie bei Baseball-Schnupperstunden oder Ausflügen zum Eishockey nutzten, um auf andere Gedanken zu kommen. Der Teamgeist, das kann den 49-Jährigen zuversichtlich stimmen, ist ungeachtet der vielen Niederlagen, die immer wieder durch individuelle Patzer begünstigt wurden, intakt. Dass aber personell nachgebessert werden muss nach den Verletzungen von Gelson Fernandes und Daichi Kamada, steht außer Zweifel.

Es hatte 2019 mangelhafte Auftritte bei internationalen Einsätzen in Lüttich oder gegen Guimarães gegeben, dazu endeten neun der 17 Hinrunden-Spiele der Bundesliga mit Niederlagen. Und mit den vielen Rückschlägen ging Hütters Mannschaft etwas verloren, was sich in einem Trainingslager nur bedingt wieder aneignen lässt: Mut und Selbstbewusstsein.

Nach wie vor genießt Hütter Rückendeckung. In den Aufsichtsgremien des Klubs gibt es keine vernehmbare Stimme, die behaupten würde, mit einem anderen Coach würden sich die Schwierigkeiten im Handumdrehen lösen lassen. Das ist eine ehrenwerte Ansicht – sie steht und fällt mit den folgenden Ergebnissen. Die Liga-Gegner bis Ende Februar heißen: Hoffenheim, Leipzig, Düsseldorf, Augsburg, Dortmund und Union Berlin. Allesamt Konkurrenten, vor denen sich die Eintracht – unter idealen Voraussetzungen – nicht verstecken muss und gegen die nun Punktgewinne aber zwingend nötig sind.

Für die Frankfurter, für die es unter Hütter lange vor allem aufwärtsging, ist bis auf weiteres der Abstiegskampf das beherrschende Thema. Dass manche Spieler in dieser Saison, vorne wie hinten, schon unter Nervenflattern litten und ihnen nicht erwartbare Fehler unterliefen, sorgt für zusätzlichen Reiz. Jeder weitere Fehlschlag verschärft die heiklen Umstände von Team und Trainer von nun an weiter.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Heinrich, Marc
Marc Heinrich
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