Eintracht-Frauen

Mehr als eine Niederlage

EIN KOMMENTAR Von Alex Westhoff
04.10.2021
, 12:30
Es ist zum Verzweifeln: Laura Freigang (links) und Lara Prasnikar nach einem Abseitspfiff gegen die Eintracht.
Eintracht Frankfurt verliert in Hoffenheim und damit gegen einen Konkurrenten im Kampf um einen der drei begehrten Champions League Plätze. Der Saisonstart zuvor ist ideal gelaufen.
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Kommende Saison, ja dann zählt’s, dann lassen wir uns an höheren Ansprüchen messen. So hieß es vorige Saison, dem Jahr eins nach der Vereinigung mit dem 1. FFC Frankfurt, bei den Eintracht-Fußballfrauen. Nun ist sie da, die neue Saison. Und? Manches wirkte stabiler, gefestigter bei den drei Siegen zum Start der Bundesligarunde. Allerdings gegen Gegner, die es für eine SGE-Mannschaft in dieser Besetzung auch dringend zu schlagen gilt.

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Das war schon eine Steigerung zum Vorjahr, als sich die Eintracht viele Punktverluste gegen schwächer aufgestellte Gegner leistete. Was aber noch mehr ernüchterte: In den sechs Duellen gegen die Top drei – Wolfsburg, Bayern, Hoffenheim – sprang insgesamt nur ein Punkt heraus. Dieser Trend hat sich bestätigt. Das 1:2 in Hoffenheim bedeutet den ersten bitteren Rückschlag für die Eintracht-Frauen. Wer Rang drei und die Qualifikation für die Champions League erreichen will, muss jedoch in den Topspielen liefern.

Das Argument, dass die Mannschaft noch reifen müsse, zieht nicht mehr. Wer auf eine Achse von deutschen Nationalspielerinnen von Torhüterin Merle Frohms über Innenverteidigerin Sophia Kleinherne und die zentrale Mittelfeldkraft Sjoeke Nüsken bis zur Angreiferin Laura Freigang bauen kann, zählt zu den Topadressen. Zwar hat Cheftrainer Niko Arnautis recht, dass nach vier Spieltagen noch nichts verloren sei. Dennoch ist am Samstag mehr als nur ein Spiel verloren gegangen.

Quelle: F.A.Z.
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