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Lehren aus dem Debakel

Ein Warnsignal für die Eintracht

EIN KOMMENTAR Von Ralf Weitbrecht
Aktualisiert am 17.02.2020
 - 15:53
Bedient: Adi Hütter
Beim 0:4 gegen den BVB präsentierte sich die Eintracht von ihrer schwachen Seite. Hütter muss schnell die passenden Lehren ziehen, denn nur dann besteht eine Chance gegen Salzburg in der Europa League.

Mehr als die Hälfte der Arbeit im intensivsten Monat des Jahres ist geschafft: Vier der sieben Spiele, die die Eintracht im Februar absolvieren muss, sind Geschichte. Auch das 0:4 von Dortmund. Das ist ein Trost. Denn die Frankfurter Fußballprofis haben beim BVB so weitergemacht wie in den vergangenen Jahren. Am Freitag verlängerten sie ihre schwarze Serie auf neun Niederlagen. Falls es noch eines Beweises bedurfte: Die Borussia hat der Eintracht vorgeführt, warum sie ihr so weit enteilt ist und was man braucht, um im Kampf um den Titel mitspielen zu können. Für die Frankfurter gibt es andere Ziele: Konsolidierung des Platzes im Mittelfeld der Liga. Und die Fokussierung auf die K.o.-Duelle auf nationaler und internationaler Ebene.

Eine Selbstverständlichkeit ist es nicht, dass der Mittelklasseklub noch in zwei prestigeträchtigen Wettbewerben im Rennen ist. Die Chance, über den Abstiegskandidaten Bremen schon wieder ins Halbfinale des DFB-Pokals einzuziehen, ist groß. Anders sieht es beim Blick auf die Pläne in Europa aus. Salzburg ist ein unbequemer Gegner. Mit den Österreichern bekommt es die Eintracht nun binnen Wochenfrist zweimal zu tun. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter muss dabei ein anderes Gesicht als das von Dortmund zeigen. Beim 0:4 herrschte offensiv Tristesse und Trostlosigkeit. Es mangelte der Mannschaft an Spielkultur. Die Art und Weise, wie sich die Frankfurter in der zweiten Halbzeit den wirbelnden Borussen geschlagen gaben, muss wie ein Warnsignal wirken. Derart kampf- und willenlos hat man diese Equipe schon lange nicht mehr gesehen.

Die kommenden Pokalproben werden zum Lackmustest. Bislang hat Hütter die richtigen Rezepte auf sportliche Miseren gefunden. Der im Winter vollzogene Systemwechsel von einer Dreier- auf eine Viererabwehrkette war mit ausschlagend für den besten Rückrundenauftakt der vergangenen fünfzig Jahre. Die Eintracht ist prächtig aus den Startlöchern herausgekommen, hat jetzt aber, da zwei Drittel des Kerngeschäfts Bundesliga absolviert sind, einen Rückschlag erlitten. Der schadet zwar vorerst nicht der Position; zu groß ist weiterhin der Vorsprung vor den Tabellenplätzen, von denen es Abstand zu bewahren gilt. Aber Spuren hinterlässt so eine heftige Niederlage doch – im Hinterkopf.

Was bleibt also haften? Die bremsende Erkenntnis, doch nicht jeden leichtfüßig ausspielen zu können? Oder das Gefühl, für den Erfolg wieder mehr tun zu müssen? Mit Blick auf die mitreißenden Pokalabende der vergangenen Jahre, als die Eintracht unter Flutlicht besonders zu überzeugen wusste, kann so ein Niederschlag auch aufbauend wirken. Am Donnerstag gegen Salzburg wird zu sehen sein, was Dortmund bei den Frankfurtern angerichtet hat.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Weitbrecht, Ralf
Ralf Weitbrecht
Sportredakteur.
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