Eintracht vor Ligaauftakt

Platz drei ist der Traum

Von Kim Maurus
24.08.2021
, 18:54
Laura Freigang über das Training auf Profi-Plätzen: „Für uns ist das absolut nicht selbstverständlich.“
Die Findungsphase ist vorbei: Die Eintracht-Frauen wollen in der kommenden Bundesliga-Saison einiges erreichen. Geholfen haben auch die neuen Trainingsbedingungen.
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Probegähnen ins Mikrofon, entspanntes Gelächter: Die Stimmung der Eintracht-Frauen vor dem Bundesligaauftakt ist gut. „Wir können es alle kaum erwarten, dass die Liga wieder losgeht. Und das umzusetzen, was wir uns jetzt in der Vorbereitung erarbeitet haben“, sagte Torhüterin Merle Frohms am Dienstag. In der neuen Saison wolle die Mannschaft mehr Variation in ihr Spiel bringen und unberechenbarer für den Gegner werden. „Es ist kein Geheimnis, dass wir den Traum haben, um Platz drei mitzuspielen“, sagte Frohms.

Wichtig sei, keine Punkte liegen zu lassen und unnötige Niederlagen zu vermeiden. Ein Jahr nach der Fusion des 1.FFC Frankfurt und der Eintracht sei die Findungsphase vorbei. „Wir wissen, was wir können, und dementsprechend haben wir unsere Ansprüche angepasst“, sagte die 26-Jährige.

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Stürmerin Laura Freigang macht dafür auch die besseren Trainingsbedingungen verantwortlich. „Wir durften die gesamte Vorbereitung hier auf den Trainingsplätzen an der WM-Arena absolvieren“, sagte die 23-Jährige. Den Unterschied spüre man schon bei der Qualität des Rasens. „Für uns ist das absolut nicht selbstverständlich.“ Sie komme mit einem ganz anderen Gefühl zum Training, auch die Mannschaft sei dadurch professioneller geworden.

„Es passiert wirklich nur etwas, wenn man es anpackt“

Frohms sieht sich ein Jahr nach ihrem Wechsel zur Eintracht ihren Aufgaben gewachsen. „Ich kam natürlich mit dem Gedanken hierher, Führungsspielerin zu werden und Verantwortung zu übernehmen“, sagte sie. „Ich denke, das ist mir gut gelungen.“

Auch abseits des Platzes soll sich in Zukunft einiges tun. „Dieses Profidasein, das ist in der Öffentlichkeit einfach noch nicht so angekommen“, sagte Frohms. Das Verständnis in der Gesellschaft müsse sich ändern. Dass die Spiele künftig von MagentaTV übertragen werden, sei ein großer Fortschritt. Freigang sagte: „Es passiert wirklich nur etwas, wenn man es anpackt.“

Es sei schön, Menschen zu sehen, die sich engagieren. Eintracht Frankfurt gehe mit der Fusion „ein gewisses Investment“ ein. „Wir sind nicht der Teil des Vereins, der das Geld in die Kasse spielt.“ Freigang freut sich, für einen Verein zu spielen, der den Frauenfußball fördert. Ob es sich für die Eintracht lohnt, kann die Mannschaft am Sonntag (13 Uhr) beweisen, wenn sie am ersten Spieltag zu Hause auf den SC Sand trifft.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Maurus, Kim
Kim Maurus
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