Niederlage gegen Oldenburg

Viel zu tun bei den Skyliners

Von Jörg Daniels
10.02.2022
, 18:02
Braucht Siege: Skyliners-Trainer Diego Ocampo
Auch nach der dritten Niederlage in Serie wird die Arbeit von Skyliners-Trainer Ocampo gelobt. Doch das 103:110 gegen Oldenburg ist für die Frankfurter ein herber Rückschlag – und der Coach nun gefordert.
ANZEIGE

Die sportliche Lage müsste Lukas Wank eine Warnung sein. Sein Klub, die Fraport Skyliners, sind Viertletzter der Basketball-Bundesliga – mit nur zwei Punkten mehr als das Schlusslicht Oldenburg, dem die Frankfurter am Mittwoch 103:110 in der Ballsporthalle unterlagen. Eine Riesenenttäuschung. Aber Nationalspieler Wank sagte hinterher in großer Gelassenheit: „Vom Gefühl her sind wir nicht da hinten in der Tabelle.“ Und diese Sichtweise macht die Lage nicht besser, sondern noch gefährlicher für die Hessen.

Unterschätzen sie die anspruchsvolle Aufgabe, die sie in den verbleibenden 16 Saisonspielen zu meistern haben? Das Duell mit dem Überraschungsletzten, der in den zurückliegenden Spielzeiten oft zum Kreis der Spitzenklubs zählte, zeigte, dass die Skyliners im Abstiegskampf deutlich zulegen müssen. Sie müssen beim Verteidigen konsequenter sein – und sie tun gut daran, konstanter und variabler in ihrem Spiel zu werden. Es gibt viel zu tun.

ANZEIGE

„Bei uns ist keiner nervös“, sagte Wank mit Blick auf seine Teamkollegen trotz dreier Niederlagen in Serie. Auch die Klubführung lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. „Es ist nicht so, dass wir in Abstiegsgedanken versinken. Wir haben den Anspruch, höher in der Tabelle zu stehen.“ Insofern schade der neuerliche Misserfolg eher beim Anschluss halten nach oben, sagte Yannick Binas am Donnerstag der F.A.Z. Der Geschäftsführer macht sich „keine ernsthaften Sorgen“. Er weiß aber, „das wir wieder Spiele gewinnen müssen“. Möglichst schnell. Nur heißen die beiden kommenden Gegner Bayern München und Alba Berlin.

Ocampo ist jetzt gefordert

Außerdem ist Aufbauspieler Brancou Badio gegen Oldenburg im dritten Viertel mit dem Kopf auf den Boden aufgeschlagen und ausgeschieden. Hinzu kommen die Rückenprobleme von Spielmacher Will Cherry und Flügelspieler Rasheed Moore. Nach dem Alba-Spiel am kommenden Dienstag haben die Skyliners vom 16. Februar bis zum 5. März Spielpause. Wollten sie den Trainer wechseln, wäre das der richtige Zeitpunkt. Doch dazu soll es nicht kommen.

ANZEIGE

„Wir werden auf jeden Fall mit Diego Ocampo in den März gehen“, kündigte Binas an. Das ist eine Ansage. „Wir vertrauen Diego. Wir haben einen langfristigen Plan für uns als Klub mit ihm als Trainer.“ Oldenburg und der Vorletzte Würzburg hingegen hatten ihre Trainer ausgetauscht. Ingo Freyer schaffte mit Oldenburg nun den zweiten Sieg im dritten Spiel, auch Würzburg gewann zuletzt gegen Bamberg. Ocampo aber mache „gute Arbeit“ in Frankfurt, „leider ist das noch nicht sichtbar in Form von Siegen“, sagte Marco Völler, der Manager Sport.

Den Skyliners ist die Entwicklung der jungen Spieler besonders wichtig, vor allem daran wird der spanische Headcoach Ocampo gemessen. Und der 19 Jahre alte Aufbauspieler Len Schoormann (14 Punkte gegen Oldenburg) ist auf dem richtigen Weg. Allerdings wird es für die Talente mit jedem weiteren Misserfolg schwieriger, Kurs zu halten. „Denn Ergebnisdruck hemmt die Entwicklung von Spielern“, erklärt Binas.

ANZEIGE

So ist Ocampo jetzt gefordert, seiner Mannschaft die richtigen Lösungen an die Hand zu geben. „Wir müssen vor allem unseren Stil finden und aufs Parkett bringen“, fordert Binas. „Wir sind unzufrieden, dass wir es nicht verhindern konnten, dass Oldenburg seinen Stil durchdrückt, das ist das Ärgerliche.“ Frankfurt konnte den Tempo-Basketball der Niedersachsen nicht stoppen. Zum letzten Mal waren so viele Punkte in der Ballsporthalle am 16. Dezember 2012 beim 102:107 gegen Hagen gefallen – angeleitet wurden die Westfalen damals von Freyer. Diesmal schafften die Oldenburger 110 Punkte mit ihm als Headcoach. „Wir müssen es nicht schönreden: Das war ein herber Rückschlag“, sagte Völler. Realitätsfremd sind die Skyliners nicht. Zuversichtlich bleiben sie dennoch: „Ich glaube an meine Mannschaft und unseren Trainer.“

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Daniels, Jörg
Jörg Daniels
Redakteur in der Sportredaktion
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
Fahrradhelm
Fahrradhelme im Test
Baufinanzierung
Erhalten Sie Ihren Bauzins in 3 Minuten
Spanischkurs
Lernen Sie Spanisch
Sportwagen
Finden Sie Ihren Sportwagen
Ergometer
Ergometer im Test
ANZEIGE